Eine fehlerhafte Angabe im Kartendienst Google Maps hat am Dienstag in Wiesbaden zu einem Verkehrschaos geführt. Wie die Stadt Wiesbaden mitteilt, wurde ein Abschnitt der A3 über Stunden fälschlicherweise als gesperrt angezeigt, was den innerstädtischen Verkehr stark belastete.
Betroffen war die A3 in Fahrtrichtung Süden zwischen der Anschlussstelle Niedernhausen und dem Wiesbadener Kreuz. Laut der Stadt war diese Falschmeldung am Dienstag, 10. März, für mehr als einen halben Tag in der Anwendung sichtbar. Viele Autofahrer verließen daraufhin die Autobahn und versuchten, über das Stadtgebiet auszuweichen. Die Folge waren gravierende Auswirkungen auf den Verkehr in Wiesbaden, insbesondere während des Berufsverkehrs.
Stadt übt scharfe Kritik an Google
Durch die lange Reaktionszeit sei Wiesbaden mit unzähligen zusätzlichen Fahrzeugen belastet worden. Wiesbadens Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne) kritisierte Google scharf. Ein privates Unternehmen, dessen Plattform so intensiv genutzt werde, müsse deutlich schneller eingreifen, so der Verkehrsdezernent.