Neues Parksystem in Wiesbaden soll freie Parkplätze anzeigen

DIGI-P soll live die Parkplatzbelegung in der Stadt erfassen. ESWE Verkehr stellt nun die Daten online.

Neues Parksystem in Wiesbaden soll freie Parkplätze anzeigen

Im Frühjahr sind die Flächen von drei zentralen Parkplätzen im Stadtgebiet mit Sensoren ausgestattet worden, nun sind sie live einsehbar: Das Projekt „DIGI-P“ (Digitalisierung des Parkens) soll es von jetzt an für Autofahrer einfacher machen, einen freien Parkplatz zu finden.

Bisher wurden laut ESWE Verkehr nur bei Parkhäusern die Belegungsdaten auf öffentlichen Parkflächen in Wiesbaden angezeigt. Nun sei das erstmals auch bei Parkplätzen in Echtzeit möglich. Die erhobenen Daten werden außerdem in den Verkehrsleitrechner des städtischen Verkehrssteuerungssystems DIGI-V eingespeist und auf dem Mobilitätsdaten-Marktplatz (MDM) veröffentlicht.

Verkehrsdezernent erhofft sich weniger Parksuchverkehr

„Von der Nutzung der Daten versprechen wir uns eine gleichmäßigere Auslastung dieser städtischen Parkflächen und weniger Parksuchverkehr”, so Wiesbadens Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne). Auch soll das neue System zur besseren Verknüpfung des Autoverkehrs mit Angeboten des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) beitragen.

„Wenn ich als Pendler schon vor der Ankunft am Parkplatz die aktuelle Auslastung kenne, kann ich meine Entscheidung, ob ich einen Pkw oder eine Alternative nutze, besser treffen“, sagt Andreas Sauter, Leiter des Parkraumsensorik-Projektes bei ESWE Verkehr. „Außerdem geben uns die Daten wertvolle Hinweise auf die Nutzung der Parkflächen, die für eine Mobilitätsplanung in der Stadt hilfreich sind, und in dieser Qualität bisher nicht vorlagen.”

Folgende Parkplätze sind bisher an das System angebunden:

  • P+R-Parkplätze Moltkering

  • Hauptbahnhof (Teilabschnitt zwischen Salzbach- und Gartenfeldstraße)

  • Pkw-Stellplätze in der Friedrich-Ebert-Allee (zwischen den Einmündungen von Lessing- und Viktoria-Luise-Straße)

Noch befindet sich das Projekt in einem zweijährigen Pilotbetrieb. Anfang 2024 sollen dann genügend Daten und Erfahrungen vorliegen, um weitere öffentliche Parkflächen mit ins System aufzunehmen. Das Pilotvorhaben und die Konzepterstellung werden gefördert durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr.

Abrufbar sind die Daten unter diesem Link.

Logo