Pakete in Zeiten von Corona - was Ihr wissen müsst

Ein Paketbote kommt täglich mit vielen Menschen in Kontakt. Damit er nicht als Virusüberträger agiert, hat DHL verschiedene Maßnahmen getroffen, um Zustellungen so weit es geht kontaktlos durchzuführen.

Pakete in Zeiten von Corona - was Ihr wissen müsst

Corona wirkt sich auf so gut wie alle Bereiche des Alltags aus. Auch beim Verschicken und Empfangen von Pakten müssen sich die Wiesbadener erst noch umgewöhnen. Zu den veränderten Zustellbedingungen kommt hinzu, dass derzeit vermehrt online geshoppt und über die Ostertage auch Geschenke verschickt wurden. „Wir haben im Moment sehr viel zu tun“, so ein DHL-Sprecher gegenüber Merkurist.

Dass es mal mehr Sendungen als üblich gibt, sei nichts außergewöhnliches, so der Sprecher. Ähnlich gestalte sich auch die Situation um Weihnachten. „Aber derzeit haben wir nicht die Möglichkeit, viele Aushilfen zu suchen.“ Daher könne es auch mal etwas länger dauern als sonst. „Die Leute arbeiten hart an der Grenze. Sie machen derzeit keinen einfachen Job“, so der DHL-Sprecher.

Zustellung in Corona-Zeiten

Merkurist-Leser Markus ist trotzdem verärgert. Er hat beobachtet, dass Boten Pakete immer wieder ungefragt im Flur eines Mehrfamilienhauses abgelegt haben. Der DHL-Sprecher erklärt, dass dies nicht der Normalfall ist und man sich in jedem Fall beschweren sollte. „Unsere Boten klingeln, rufen hoch, ob der Empfänger runter kommen könnte, gehen ansonsten hoch und sind dann auch schon wieder weg“, um eines der vielen anderen Pakete auszuliefern.

Unterschreiben müssen die Empfänger derzeit nicht. Wie DHL mitteilt, wolle man das Risiko, das Virus durch den Stift oder den Scanner zu verbreiten, minimieren. Stattdessen ist der Paketbote berechtigt, die erfolgreiche Zustellung mit seiner Unterschrift zu quittieren.

Tipps für kontaktlosen Empfang

Wer nicht zuhause ist und sein Paket nicht in einer Filiale abholen möchte, kann online einen Ablageort für seine Sendungen bestimmen. Damit bevollmächtigt man dann den Boten, das Paket an einem selbst gewählten Ort abzulegen. Eine weitere Möglichkeit ist das Versenden in eine Packstation.

Von dort aus können übrigens auch Pakete abgeschickt werden. Brief- und Paketmarken können online gekauft und ausgedruckt werden, was den Gang zur Postfiliale erspart. Wird eine DHL-Filiale unvorhergesehen geschlossen, unternimmt das Unternehmen übrigens zunächst einen zweiten Zustellversuch. Erst wenn auch dieser erfolglos ist, wandern die Pakete in die nächste Filiale. (nl)

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