Wie ein Festival in Wiesbaden den Radweg nach Mainz voranbringen will

Im April 2026 findet in Wiesbaden das Designfestival „see“ statt. Kreative diskutieren, wie Gestaltung die Gesellschaft prägt und wie der Radschnellweg nach Mainz Realität werden kann.

Wie ein Festival in Wiesbaden den Radweg nach Mainz voranbringen will

Das zweitägige Festival „see“ findet am kommenden Wochenende (25. und 26. April) im Schlachthof Wiesbaden statt. Wie die Veranstalter mitteilen, soll es bei der Konferenz und einem Camp mit rund 900 Besuchern um die Frage gehen, wie Gestaltung die Teilhabe an der Gesellschaft prägt. Das Festival ist ein Baustein der „World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026“.

Den Auftakt macht die „see-Conference“ am Samstag (25. April), die seit 20 Jahren internationale Kreative nach Wiesbaden einlädt und als eine der größten Designkonferenzen Deutschlands gilt. Eröffnet wird sie von der Philosophin Eva von Redecker, die über eine „wünschenswerte Zukunft“ sprechen wird, „die auf Gleichheit und den Prinzipien der Natur beruht“. Angekündigt sind außerdem die Architektin Jette Cathrin Hopp vom norwegischen Architekturbüro Snøhetta und der ungarische Künstler David Szauder.

Vom Diskutieren zum Handeln

Am Sonntag (26. April) folgt das „see-Camp“. Hier sollen die Teilnehmer in drei Themenfeldern selbst aktiv werden. Im Bereich „Design und Kunst“ gibt es unter anderem Masterclasses und einen Risographie-Workshop. Das Themenfeld „Kreisläufe“ bietet Workshops zum Thema Biodiversität und dem Denken in natürlichen Zyklen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Thema „Demokratie gestalten“. In einer Podiumsdiskussion mit Katrin Eder, rheinland-pfälzische Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität, geht es um die „Brückenschlag-Challenge“. Ziel ist es, die beiden Landeshauptstädte Mainz und Wiesbaden näher zusammenzubringen und die zügige Realisierung des geplanten Radschnellwegs zu fördern. Ein weiteres Dialogformat behandelt die gesellschaftliche Verantwortung und die Rolle von Bildern für den Erhalt der Demokratie.