So geht Hessen mit Impfschwänzern um

Politik und Gesundheitsexperten diskutieren aktuell darüber, ob es Bußgelder für Menschen geben sollte, die ihren Impftermin nicht absagen. Ob die hessische Landesregierung Strafen plant, lest ihr hier.

So geht Hessen mit Impfschwänzern um

Da bekommt man endlich einen Impftermin und hat dann doch keine Zeit, hinzugehen – das ist ärgerlich, kann aber natürlich vorkommen. Bei frühzeitiger Absage können die Teams in den Impfzentren reagieren und Termine weitergeben. Schwieriger wird es, wenn Termine nicht abgesagt werden und die Impflinge einfach nicht erscheinen.

Bundesweit wird seit dem Wochenende deshalb darüber diskutiert, ob „Impfschwänzer“ Bußgelder zahlen sollten, wenn sie ihren Termin nicht absagen. Angestoßen hatte die Debatte der Präsident des Berliner Roten Kreuzes, Mario Czaja. Er forderte, eine „Impfterminschwänzer-Abgabe“ in Höhe von 25 bis 30 Euro einzuführen. Der Vorstoß war auf ein geteiltes Echo gestoßen: Die Bundesregierung sprach sich beispielsweise dagegen aus, der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach war dafür. Wie steht die hessische Landesregierung dazu?

Impftermine frühzeitig stornieren

„Bußgelder für nicht wahrgenommene Termine erscheinen auch im Hinblick auf die Freiwilligkeit der Wahrnehmung von Impfangeboten nicht als sinnvoll“, erklärt das hessische Innenministerium dazu auf Merkurist-Anfrage.

Die hessische Landesregierung ruft aber weiter dazu auf, Impftermine, die nicht wahrgenommen werden können, frühzeitig über die Hotline des Landes (0611 505 92 888) oder das Terminvergabesystem abzusagen. „Damit kann das gemeinsame Ziel, so schnell wie möglich eine breite Durchimpfung der Bevölkerung zu erreichen, schneller erreicht werden.“

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