Hat die Helenenstraße ein Drogenproblem?

Anwohner und Gewerbetreibende im Westend beschweren sich über Drogendealer in der Helenenstraße. Die Polizei konnte mittlerweile fünf Verdächtige festnehmen und will die Situation weiter im Auge behalten.

Hat die Helenenstraße ein Drogenproblem?

Eigentlich sollten Anfang dieser Woche nur die neuen Poller in der Wellritzstraße bei einem Pressetermin vor Ort eingeweiht werden. Das Thema änderte sich allerdings schnell, als Anwohner und Ladenbetreiber das Wort ergriffen.

„Wir verkaufen Döner, die verkaufen Drogen“, sagte ein Restaurantbetreiber. Andere Anwohner pflichteten ihm bei. Immer wieder könne man Drogendeals auf der Straße und in Hauseingängen beobachten - vor allem in der Helenenstraße. Das bringe nicht nur ein Imageproblem für die Wellritzstraße, man fühle sich auch nicht sicher. „Kein Wunder, dass keine Familien mit Kindern zu uns kommen“, so die Restaurantbetreiber. Die Forderung an die Polizisten vor Ort: „Bitte, bitte etwas dagegen tun.“

Fünf mutmaßliche Dealer festgenommen

Polizeihauptkommissar Andreas Hemmes vom Polizeipräsidium Westhessen verweist in diesem Zusammenhang auf zwei Ermittlungserfolge im Juli. So nahm die Polizei Mitte des Monats insgesamt fünf Männer fest, die unter Verdacht stehen, in der Helenenstraße mit Haschisch und Marihuana gedealt zu haben. „Das ist ein großer Erfolg und zeigt natürlich, dass wir nicht tatenlos zusehen“, sagt Hemmes gegenüber Merkurist. Die Polizei hoffe auf eine abschreckende Wirkung. „Die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, ob sich die Situation dadurch verbessert.“

Hinweise zu den Dealern seien immer wieder von Anwohnern gekommen. Sie können sich unter anderem an den Schutzmann vor Ort wenden, so Hemmes. „Er hat für alle Themen ein offenes Ohr.“ Aber auch wenn er gerade nicht in der Nähe ist, sei die Polizei immer für Hinweise erreichbar. „Wenn Sie etwas beobachten, melden Sie sich unter der Nummer 0611 3452140 beim ersten Polizeirevier“, sagt Hemmes. „Die Polizei ist dankbar für jeden Hinweis. “

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