Wie es mit der maroden Treppe am Parkhaus Coulinstraße weitergeht

Seit Jahren ärgern sich die Wiesbadener über die Dauerbaustelle an der Treppe zwischen Coulinstraße und Fußgängerzone. Sie ist seit dem Neubau des Parkhauses gesperrt. Doch jetzt kommt wieder Bewegung in die Sache.

Wie es mit der maroden Treppe am Parkhaus Coulinstraße weitergeht

Jahrelang war die Treppe neben dem heutigen Parkhaus Coulinstraße eine schnelle Verbindung für Fußgänger, die von der Coulinstraße aus über die Schützenhofstraße in die Fußgängerzone oder zurück wollten. Doch seit rund fünf Jahren klafft an der Treppe nur noch eine Baustelle.

Jahrelange Baustelle

„Zugemacht wurde die Treppe im Dezember 2014“, weiß Erkan Tan, Inhaber des Restaurants „Tanitos“ noch genau. Er arbeitet seit vielen Jahren direkt an der Baustelle, sein Lokal befindet sich genau auf dem Mittelplateau der Treppe. „Die Treppe musste gesperrt werden, als das Parkhaus gebaut wurde. Das ist nachvollziehbar, denn es ging dabei vor allem um die Sicherheit der Fußgänger so nah an den Arbeiten“, sagt er. Doch obwohl das mehrstöckige Parkhaus schon Mitte 2018 fertiggestellt und eingeweiht wurde, ist die Treppe noch immer ein Provisorium.

Erst im August 2019 nahm die Stadt die Arbeiten an der Treppe wieder auf. Doch „die geplante Bauzeit von circa vier Monaten kann leider nicht eingehalten werden“, bestätigt ein Sprecher der Stadt auf Nachfrage von Merkurist. Grund für die Verzögerungen sei unter anderem die Witterung gewesen. Die Treppenabdichtung habe wegen des Wetters nicht zum geplanten Zeitpunkt angebracht werden können.

„Die Neuprofilierung der Fassade der Brunnenkammer konnte nur in sehr kleinteiliger Handarbeit erfolgen.“ - Sprecher der Stadt Wiesbaden

Zudem sei der Brunnen der Schützenhofquelle, der direkt vor der Treppe steht, ein Hindernis gewesen. „Die Neuprofilierung der Fassade der Brunnenkammer konnte nur in sehr kleinteiliger Handarbeit erfolgen. Diese war ursprünglich nicht vorgesehen und erfolgte gemäß den Auflagen der Denkmalschutzbehörde“, heißt es weiter. Die Arbeiten an der Treppe selbst mussten deshalb erst einmal pausieren.

Arbeiten wieder aufgenommen

Doch seit einigen Tagen tut sich wieder etwas. „Wir haben jetzt eine Übergangstreppe. Sie führt vom Skateladen bis zu unserem Restaurant“, beschreibt Tan. Er vermutet, dass die unteren Stufen der Treppe bald abgerissen werden. Sein Restaurant erreichen Gäste dann über die Behelfslösung, die an ein Baugerüst erinnert.

Auch ein Sprecher der Stadt erklärt auf Nachfrage, dass die Arbeiten an den Stufen am Montag wieder aufgenommen wurden. Dabei soll der Treppenbelag erneuert werden, damit die Oberflächen auch bei Regen nicht rutschig werden. Zudem sollen bald auch Geländer angebracht werden. Außerdem wird noch eine Betonsanierung innerhalb der Brunnenkammer erfolgen. Wie lange diese Maßnahmen noch dauern, stehe aber noch nicht fest.

Sicher sei aber, dass der geplante Kostenumfang eingehalten werden könne. Dieser wurde zu Beginn der Arbeiten auf rund 400.000 Euro geschätzt. 240.000 Euro werden dabei aus Fördermitteln eingesetzt. (ts)

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