Freigabe der Kasteler Straße lässt Biebricher aufatmen

Fast ein Jahr lang war die Kasteler Straße in Biebrich für den Autoverkehr gesperrt. Am Freitag wird sie nach der Sanierung wieder freigegeben, inklusive neuem Fahrradweg.

Freigabe der Kasteler Straße lässt Biebricher aufatmen

Am Donnerstagvormittag ist es ruhig in der Kasteler Straße. Auf einer Länge von 830 Metern fahren weder Autos noch Fahrräder auf der bereiten Verbindung zwischen dem Stadtteil Mainz-Amöneburg und der Äppelallee in Biebrich. Auch die Bagger und andere Baustellenfahrzeuge, die in den vergangenen zehn Monaten hier unterwegs waren, sind schon verschwunden.

Zehn Monate Vollsperrung

Seit Mai herrschte Vollsperrung. Vor allem Anwohner mussten in dieser Zeit sehen, wo sie ihre Autos in den benachbarten Seitenstraßen abstellen können. Rund um die Riehl-Schule und auch auf dem Parkplatz vor der Dyckerhoff-Sportanlage sind seit Beginn der Sperrung alle Stellplätze belegt. Wer Glück hatte, konnte mit vollem Kofferraum in der Borkholder Straße oder in der Amöneburger Straße halten, um auszuladen. Ein Einbiegen in die oft zugeparkte Diltheystraße war an manchen Tagen von der Straße der Republik aus kaum mehr möglich. Für die Anwohner hat das am Freitagmittag ein Ende.

Dann wird Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne) die Straße nach ihrer Sanierung offiziell wiedereröffnen. Die Ampeln sind seit Mitte der Woche schon eingerichtet, wenn die Autos über die Kreuzung am Herzogsplatz wieder von der Äppelallee aus geradeaus in die Kasteler Straße fahren können, sollen sich auch die Staus in der Straße der Republik wieder legen. Und nicht nur in Biebrich hoffen Autofahrer auf einen entspannteren Verkehr. Denn weil die Kasteler Straße als kürzeste Verbindung durch den Stadtteil wegfiel, mussten Pendler in den vergangenen Monaten weite Umwege nehmen. So führten Ausweichstrecken teilweise zu Staus bis auf den Zweiten Ring.

Radwege, Parkplätze und breite Kreuzung

Statt durch Nebenstraßen können die Wiesbadener ab Freitag wieder durch die Kasteler Straße fahren — auch mit dem Fahrrad. In Richtung Amöneburg gibt es jetzt nämlich einen durchgehenden Radweg. Aber auch Parkplätze wurden in diesem Teil der Straße neu angelegt. In die Gegenrichtung bis zur Kreuzung an der Bernhard-May-Straße. Ab dort wird der Bürgersteig breiter und soll von Radfahrern und Fußgängern bis zum Herzogsplatz gemeinsam genutzt werden.

Dort können Autos auf zwei Spuren geradeaus auf die Äppelallee fahren, je eine Abbiegerspur führt nach rechts auf die Biebricher Allee und nach links in die Straße der Republik. Dabei kann die Straße zwei Monate früher als geplant wieder befahren werden. Bis Herbst werden aber noch kleinere Maßnahmen vorgenommen. Dazu zählt zum Beispiel das Einpflanzen von Bäumen, die Fußgänger noch stärker vor den Autos auf der Fahrbahn schützen sollen. (lp)

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