So wird der Christopher Street Day in diesem Jahr ablaufen

Am 31. Juli wird eine Demo-Parade durch die Innenstadt ziehen.

So wird der Christopher Street Day in diesem Jahr ablaufen

Jedes Jahr im Sommer gehen tausende Menschen weltweit auf die Straße, um für die Rechte queerer Menschen einzustehen. Am „Christopher Street Day“ (CSD) finden Paraden und Demos statt. Im letzten Jahr musste der Wiesbadener CSD wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Dieses Jahr soll er aber wieder stattfinden, wie die Veranstalter mitteilen.

„Unter dem Motto ‘Mutausbruch’ wollen wir zum diesjährigen Wiesbadener Christopher Street Day am Samstag (31. Juli) gemeinsam mit Euch auf die Straßen gehen, um ein Zeichen für die Rechte von queeren Menschen zu setzen“, heißt es in einer Ankündigung. Unabhängig von den dann geltenden Regeln haben die Veranstalter festgelegt, dass alle Teilnehmer einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen.

Die Demo-Parade durch die Wiesbadener Innenstadt stellt wieder den Beginn des CSD dar. Los geht es mit der Aufstellung um 12:30 Uhr am Warmen Damm neben dem Staatstheater. Die Demo startet dann um 13 Uhr. Nach einer Zwischenkundgebung vor dem Landtag ist das Ziel um 15 Uhr der Schlachthof, wo es weitere coronakonforme Programme geben wird.

Wer als Gruppe am CSD teilnehmen möchte, soll sich bis zum 25. Juli über ein Kontaktformular anmelden. Jede Gruppe braucht mindestens einen Ordner oder eine Ordnerin, der bei der Einweisung vor Beginn der Demo dabei ist. Weil die Veranstalter wegen Corona mehr Ordner als in vergangenen Jahren stellen müssen, hoffen sie auf möglichst viele Freiwillige. Einzelpersonen müssen sich nicht anmelden.

Hintergrund:

Hintergrund des CSD ist der erste bekanntgewordene Aufstand von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen Polizeiwillkür. In der New Yorker Bar „Stonewall Inn“ in der Christopher Street fand am 28. Juni 1969 der sogenannte Stonewall-Aufstand statt. Damals gab es immer wieder gewalttätige Razzien der Polizei in Kneipen mit homo- und transsexuellen Gästen. An diesem Abend im Juni wehrten sich insbesondere Dragqueens und transsexuelle Latinas und Schwarze gegen die Kontrollen und lösten damit tagelange Straßenschlachten mit der Polizei aus.

Logo