Kaffeemagazin stellt Wiesbadener Röstereien vor

Das Kaffeemagazin „Crema“ hat einen Blick auf Kaffeeröstereien aus dem Rhein-Main-Gebiet geworfen. Darunter auch drei Kandidaten aus Wiesbaden.

Kaffeemagazin stellt Wiesbadener Röstereien vor

In den vergangenen Jahren hat sich — sowohl deutschlandweit als auch in Wiesbaden — ein Trend abgezeichnet. So achten die Menschen wieder stärker auf ihre Ernährung und darauf, wo die Produkte, die sie täglich konsumieren, herkommen. Diese Entwicklung lässt sich auch bei Kaffee beobachten. Kein Wunder also, dass auch in Wiesbaden zuletzt mehrere kleine Röstereien eröffnet wurden.

Diese hat sich das Kaffee-Fachmagzin „Crema“ einmal genauer angeschaut. In dem Artikel mit dem Namen „Inside Rhein-Main“ stellen die Autoren fest, dass sich auch in Wiesbaden eine eigene kleine Szene entwickelt hat. „Noch vor kurzer Zeit mussten Coffe Nerds ins benachbarte Mainz fahren, inzwischen fahren sogar die Mainzer nach Wiesbaden. Das will was heißen“, so das Magazin.

Altes trifft Neues

Den Anfang bei den Wiesbadener Röstereien macht das relativ neue „Maldaner Coffee Roasters“. Gegründet im Februar 2018 von den Maldaner-Sprößlingen Sebastian Schulz und seinem Bruder Florian, vereinen die Coffee Roasters Tradition mit neuem Schwung. Neuen Schwung wollten sie auch dem Kaffeehaus „Maldaner“ verleihen, wo die Röstungen zum Beispiel als Kaffee zu bestellen sind.

Die Produkte tragen traditionelle Namen wie „Guda Maria“, „Leopold“ oder „Magdalena“ und werden in der 15 Kilo-Trommel der renovierten Stadtrösterei im Westend kreiert. Schulz richte sich dabei nach den Qualitätsstandards der „Specialty Coffee Association“, was bedeutet, dass die Kaffees auf der standardisierten Bewertungsskala einen Wert von über 80 erreichen müssen. „Keiner unserer Kaffees hat aber weniger als 84 Punkte“, so Schulz gegenüber „Crema“.

Bis zur letzten Bohne

Duje Dadic weiß genau, woher seine kostbaren Bohnen stammen. Diese Transparenz ist ihm wichtig. Er bezieht Parzellenrohkaffee von fünf Farmen in Brasilien, El Salvador, Indien und Mexiko. Dadic kennt nicht nur die Farmen, sondern auch die Felder und sogar die Bauern. In seiner Rösterei in der Wallufer Straße verpasst der gebürtige Kroate den Bohnen dann seine eigene Note. Das Handwerk lernte er im renommierten Mannheimer Coffee Consulate Institute.

2017 begann seine Geschichte als selbstständiger Röster in der Wallufer Straße. Mittlerweile hat er in der Rüdesheimer Straße zudem ein eigenes Kaffee eröffnet, wo er nicht nur Getränke, sondern auch seine gerösteten Bohnen und Zubehör verkauft. Für Hobby- und Heim-Baristas bietet er zudem verschiedene Baristakurse und Cuptastings an.

Kaffee mit Liebe zum Detail

Auch „The Friday Cupping Room“ aus der Nerostraße wird in der „Crema“-Ausgabe erwähnt. Der ebenfalls 2017 gegründete Laden befindet sich in einem ehemaligen Friseursalon und ist durchweg stylisch und gemütlich eingerichtet. Hier bekommt man aber nicht nur Produkte von einem Röster, unter anderem stehen Kaffees der Londoner „Square Mile Roasters“ und „The Barn“ aus Berlin.

Hinzu gesellen sich Röstungen, die gemeinsam mit der renommierten Frankfurter „Backyard Coffee-Rösterei“ entwickelt wurden. Endprodukt dieser gebündelten Expertise ist etwa „Fridays Own Houseblend“. Auch einige spannende Filterröstungen finden sich im Programm. (js)

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