Warum steigt die Wiesbadener Inzidenz wieder?

Seit einigen Tagen steigt die Sieben-Tage-Inzidenz in Wiesbaden. Woran liegt das?

Warum steigt die Wiesbadener Inzidenz wieder?

Vor allem wegen des Kriegs in der Ukraine ist ein Thema in den letzten Wochen in den Hintergrund gerückt: die Entwicklung der Corona-Pandemie. Jetzt steigt die Sieben-Tage-Inzidenz allerdings bundesweit wieder – so auch in Wiesbaden. Im Vergleich zur Vorwoche ist die Inzidenz in der Stadt um 300 Punkte angestiegen (wir berichteten). Woran liegt das?

Frage schwer zu beantworten

In Mainz wird der ebenfalls deutlich erkennbare Inzidenz-Anstieg vor allem auf die Fastnachtsfeiern am Rosenmontag, den Schulstart nach den Ferien und Reiserückkehrer zurückgeführt. „Hessen hatte keine Ferien und in Folge dessen führen wir den Anstieg nicht speziell auf Reiserückkehrer zurück“, sagt Christian Stettler, persönlicher Referent des Wiesbadener Bürgermeisters. In Wiesbaden selbst gab es auch kaum Fastnachtsfeiern. Man könne aber nicht ausschließen, dass es einen Zusammenhang gibt, so Stettler. „Da keine umfangreiche Kontaktpersonenverfolgung mehr stattfindet, kann diese Frage nicht konkret beantwortet werden.“

Es seien zumindest keine konkreten Ausbrüche bekannt, auf die der Anstieg zurückzuführen sei. Die Stadt spricht weiterhin von einem diffusen Infektionsgeschehen. Stettler vermutet, dass eine Mischung aus verschiedenen Faktoren schuld ist. „Gründe für den Anstieg könnten die im Bundesgebiet zunehmende Verbreitung von Omikron Subtyp BA.2, die Reduktion von Kontaktbeschränkungen oder Freizeit- und Faschingsaktivitäten sein.“ Ob die Zahlen weiter ansteigen werden, könne man nicht vorhersehen.

Zahlen in Krankenhäusern eher rückläufig

Zumindest auf die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern scheint sich der Anstieg nicht auszuwirken. Die Hospitalisierungsinzidenz in Hessen verändert sich kaum. Das zeigt sich laut Stettler auch in Wiesbadener Krankenhäusern. „Die Zahl der Corona-Patienten war zuletzt sowohl auf Normal- als auch auf Intensivstationen eher rückläufig.“

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