Volker Bouffier stellt erste Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Aussicht

Am Mittwoch tagt das Corona-Kabinett des Bundes

Volker Bouffier stellt erste Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Aussicht

Am Mittwoch könnte sich entscheiden, ob Einzelhandelsgeschäfte und der Großhandel ab dem 19. April wieder geöffnet werden dürfen. Das deutete Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstagmittag in Wiesbaden an. Zuvor hatte das hessische Corona-Kabinett getagt.

In der Pressekonferenz sagte der hessische Ministerpräsident, er könne sich vorstellen, dass sich Länder und Bund darauf einigen könnten, Einzel- und Großhandel als erstes wieder zu öffnen. Die Geschäfte waren im Rahmen der Corona-Verordnungen zunächst bis zum 19. April geschlossen worden. Am Mittwoch sprechen die Ministerpräsidenten der Länder gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über mögliche, schrittweise Lockerungen der Corona-Einschränkungen. Dabei könnte es Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern geben, so Bouffier, man wolle aber „im Gleichschritt gehen“.

Auch an den hessischen Schulen könnte sich ab nächster Woche wieder etwas ändern. Von der Empfehlung der Leopoldina-Forscher, die Grundschulen zuerst wieder zu öffnen, sei Bouffier nicht überzeugt. „Wir neigen dazu, erst die Abschlussklassen zu öffnen“, so der Ministerpräsident. Grund dafür sei, dass sich Abschlussklässer voraussichtlich besser an Hygiene- und Abstandsvorschriften halten könnten, als Grundschüler.

Um zu entscheiden, wo die Maßnahmen zuerst gelockert werden können, würde sich die Politik mehreren Fragen stellen, so Jens Spahn. Darunter: Wo ist die Ansteckungsgefahr am geringsten, was ist für die Gesellschaft am wichtigsten und wie schützt man gefährdete Personengruppen am besten? So könnten die Bereiche zuerst geöffnet werden, bei denen Abstands- und Hygieneregelungen am besten durchgehalten werden können. Partys und Volksfeste werden deshalb wohl als letztes wieder veranstaltet werden können. „Sie sind am leichtesten verzichtbar für uns alle und mit einem hohem Infektionsriksio versehen“, so Spahn.

Bei der Pressekonferenz sprachen Bouffier und Spahn auch darüber, wie die Versorgung in den hessischen Krankenhäusern aktuell aussieht. Sie hatten am Morgen das Universitätsklinikum Gießen und Marburg besucht. Die hessischen Kliniken hätten sich in den letzten Wochen gut auf einen möglichen Zustrom von Corona-Patienten vorbereitet. "Bis heute ist es gut gelungen, damit umzugehen,“ so Spahn. Auch die Versorgung mit Schutzausrüstung in den Krankenhäusern habe sich wieder verbessert. (pk)

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