Steigende Inzidenz in Wiesbaden: Was sind die Gründe?

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Wiesbaden liegt mittlerweile bei über 300 – und sie steigt täglich weiter. Handelt es sich dabei um Nachmeldungen? Und welche Rolle spielt Omikron dabei? Wir haben nachgefragt.

Steigende Inzidenz in Wiesbaden: Was sind die Gründe?

Seit Tagen steigt die Wiesbadener Sieben-Tage-Inzidenz. Allein seit Silvester ist der Wert von 246 auf 314 angestiegen (Stand 4. Januar). Woran liegt das?

Wie eine Sprecherin des Dezernats des Bürgermeisters auf Merkurist-Anfrage mitteilt, werden alle Fälle tagesaktuell bearbeitet und an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet – auch an den vergangenen Feiertagen. Um Nachmeldungen handelt es sich bei den aktuell steigenden Fallzahlen also nicht. Auch lokale Ausbrüche oder Hotspots gebe es nicht. „Vielmehr handelt es sich um eine diffuse Ausbreitung über das gesamte Stadtgebiet“, so die Sprecherin.

Welche Rolle spielt Omikron?

„Ob der gegenwärtige Anstieg alleine auf die Omikron-Variante zurückzuführen ist, ist spekulativ. Ebenfalls einen Trend hierbei auszumachen“, erklärt die Sprecherin weiter. Bislang seien 96 Omikron-Fälle in der Stadt bestätigt worden. „Ganz allgemein, dies betrifft nicht nur Wiesbaden, muss davon ausgegangen werden, dass die Dunkelziffer höher liegt.“

Sollte es zu einer stärkeren Ausbreitung der Omikron-Variante kommen, so die Sprecherin, müsse davon ausgegangen werden, dass die Zahlen weiter ansteigen. „Die Omikron-Variante verbreitet sich nach derzeitigem Kenntnisstand schneller und effektiver als die bisherigen Virusvarianten.“

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