Steigende Corona-Fallzahlen in Hessen bereiten Sozialminister Sorgen

Hessens Sozial- und Integrationsminister Kai Klose (Grüne) hat sich mit einem Appell an die Bürger gewandt. Er mahnt ob der steigenden Fallzahlen, jetzt nicht nachlässig zu werden und weiter auf die bekannten Hygieneregeln zu achten.

Steigende Corona-Fallzahlen in Hessen bereiten Sozialminister Sorgen

„Steigende Fallzahlen bereiten uns Sorgen. Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen“, erklärt Hessens Sozial- und Integrationsminister Kai Klose (Grüne) ob der wachsenden Fallzahlen in seinem Bundesland.

In den vergangenen Tagen steigt die Zahl der Neuinfektionen in Hessen. Reisen, Feiern im Familien- und Freundeskreis, erhöhte Freizeitaktivitäten und vermehrt Kontakte im beruflichen Umfeld sieht Klose als Hauptursachen für diese Entwicklung.

In Hessen sind - Stand Sonntag, 23. August, 14 Uhr - 14.587 bestätige Fälle einer COVID-19-Infektion bekannt. Die Fallzahl hat sich im Vergleich zum Sonntag der vergangenen Woche um 1154 Fälle erhöht. Auch in Wiesbaden steigen die Infektionsfälle weiter an. Waren am vergangenen Sonntag noch 654 Fälle bekannt, sind es eine Woche später schon 752 (Stand Sonntag, 23.8.). Als Reaktion auf die steigenden Zahlen hat die Stadt am Sonntag eine Veranstaltungseinschränkung angekündigt (wir berichteten). Ab Dienstag, 24. August, dürfen keine Veranstaltungen und Zusammenkünfte mit mehr als 50 Personen stattfinden.

Klose wendet sich direkt an die Bürger: „Aufgrund der aktuellen Entwicklung ist es umso wichtiger, dass sich aller Bürgerinnen und Bürger an die AHA-Regeln halten: Abstand halten, Hygieneregeln beachten und Alltagsmasken tragen.“ Eine Eindämmung der Ausbreitung des Virus gelinge nur gemeinsam.

In diesem Zusammenhang ruft Klose auch dazu auf, dass sich Reiserückkehrer aus Risikogebieten kostenlos testen lassen. „Erfüllen Sie damit Ihre Verpflichtung, aber auch Ihre Verantwortung gegenüber Ihrer Gesundheit und Ihren Mitmenschen“, so der Minister. Und auch wer aus einem Nicht-Risikogebiet wieder einreist, kann sich binnen 72 Stunden kostenlos testen lassen.

„Die Situation ist regional durchaus angespannt, Fahrlässigkeit und Egoismus sind fehl am Platz. Um regionale Beschränkungsmaßnahmen zu vermeiden, müssen wir an einem Strang ziehen und uns verantwortungsbewusst verhalten. Den weiteren Verlauf des Infektionsgeschehens haben wir zu einem guten Teil selbst in der Hand“, mahnt Klose. (ms)

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