Städte im Rhein-Main-Gebiet einigen sich auf gemeinsame Corona-Maßnahmen

Für ein einheitliches Vorgehen im Kampf gegen das Virus

Städte im Rhein-Main-Gebiet einigen sich auf gemeinsame Corona-Maßnahmen

Die besonders vom Coronavirus betroffenen Städte und Landkreise im Rhein-Main-Gebiet haben sich am heutigen Donnerstag auf gemeinsame Maßnahmen zur Eindämmung des Virus geeinigt. An Orten mit einer 7-Tage-Inzidenz von 35 und höher treten dann einheitliche Regelungen in Kraft. Das teilt das Hessische Ministerium für Soziales und Integration am Abend mit.

„Die Lage ist ernst. Das Corona-Virus macht an Stadt und Kreisgrenzen keinen Halt“, sagte der hessische Sozial- und Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) in Wiesbaden. „Deshalb sei es ein wichtiges Signal, dass sich die Gesundheitsdezernentinnen und -dezernenten der Region heute auf ein einheitliches Vorgehen verständigt haben. „So wird den Bürgerinnen und Bürgern die Orientierung erleichtert“, sagt der Minister.

Bei der heutigen dritten Telefonkonferenz haben sich die Landkreise Groß-Gerau, Hochtaunus, Main-Taunus, Main-Kinzig, Offenbach und Rheingau-Taunus sowie die Städte Frankfurt, Wiesbaden, Offenbach und Darmstadt unter Moderation des Hessischen Sozial- und Integrationsministers auf folgende Punkte verständigt:

  • Generelle Maskenpflicht für alle Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse für zunächst 14 Tage nach Ende der Herbstferien.

  • Generelle Empfehlung, den Schulsport für alle Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse für zunächst 14 Tage nach Ende der Herbstferien nur kontaktlos und im Freien stattfinden zu lassen. Für Grundschulen gilt die Empfehlung, den Schulsport in diesem Zeitraum kontaktlos durchzuführen.

  • Ab einer Inzidenz von 50 verbindliche Sperrstunde für Gastronomiebetriebe einschließlich eines generellen Außenabgabeverbots von Alkohol von 23.00 – 06.00 Uhr

  • Ab einer Inzidenz von 50 wird empfohlen, die Besuchsregelung in Alten- und Pflegeheimen auf maximal drei Besuche pro Woche für jeweils eine Stunde und maximal zwei Personen pro Besuch zu begrenzen.

  • Profisportveranstaltungen finden ab einer Inzidenz von 35 entsprechend des Beschlusses des Chefs des Bundeskanzleramts und der Chefs der Staatskanzleien ohne Zuschauer statt. Im Amateursport wird ab einer Inzidenz von 35 empfohlen, keine Zuschauer zuzulassen. Ausgenommen davon sind jeweils eine erziehungsberechtigte Person pro minderjährigem Teilnehmenden sowie die Trainer*innen und Betreuer*innen.

Über diese regionalen Vereinbarungen hinaus werden die gestern getroffenen Beschlüsse der Konferenz der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten im Erlass zum Präventions- und Eskalationsstufenkonzept des Sozial- und Innenministeriums sowie in den Allgemeinverfügungen vor Ort umgesetzt. (te)

Logo