Inzidenz fast bei 35: Was bedeutet das für Wiesbaden?

Die Inzidenz in Wiesbaden nähert sich der 35. Überschreitet die Stadt den Grenzwert, treten Verschärfungen der Corona-Regeln in Kraft, die unter anderem die Gastronomie und größere Veranstaltungen betreffen.

Inzidenz fast bei 35: Was bedeutet das für Wiesbaden?

In den letzten Wochen wurde immer wieder diskutiert, ob die 7-Tage-Inzidenz der wichtigste Indikator für Verschärfungen und Lockerungen der Corona-Regeln bleiben sollte. Auch bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz soll das Thema werden. Bis es eine neue Entscheidung dazu gibt, bleibt der Wert auch in Hessen sehr wichtig – in Wiesbaden könnte er sogar bald dazu führen, dass Lockerungen der Corona-Regeln zurückgenommen werden.

Inzidenz in Wiesbaden steigt

Denn die aktuelle Fassung des hessischen Konzepts zur Eindämmung des Coronavirus sieht vor, dass Kommunen neue verschärfte Allgemeinverfügungen erlassen müssen, wenn die Inzidenz den Wert von 35 übersteigt. In Wiesbaden steigt der Wert seit Tagen und liegt aktuell bei 33.

„In der Landeshauptstadt ist derzeit ein diffuses, über das Stadtgebiet verteiltes Infektionsgeschehen zu verzeichnen.“ - Ralf Munser, Stadt Wiesbaden

Ausnahmen von der Regelung gibt es nur, wenn die steigenden Zahlen auf einen lokalen und klar eingrenzbaren Ausbruch zurückzuführen sind. Dann dürfen die Kommunen einzelne Maßnahmen einführen und müssen nicht alle vom Land für eine Inzidenz von über 35 vorgesehenen Regeln anordnen. In Wiesbaden ist das aktuell allerdings nicht der Fall. „In der Landeshauptstadt ist derzeit ein diffuses, über das Stadtgebiet verteiltes Infektionsgeschehen zu verzeichnen“, erklärt Stadtpressesprecher Ralf Munser. Steigt die Inzidenz in Wiesbaden in den nächsten Tagen also auf einen Wert von über 35, muss die Stadt eine neue Allgemeinverfügung erlassen, die die Corona-Regeln wieder umfangreich verschärft. Aufgehoben werden können die neuen Regeln erst wieder, wenn die Inzidenz fünf Tage hintereinander wieder bei unter 35 liegt.

Folgende Regeln würden bei einer Inzidenz über 35 in Kraft treten:

  • Große Sport- und Kulturveranstaltungen dürfen nur noch mit maximal 5000 Personen stattfinden, inklusive Geimpfte und Genesene. An Veranstaltungen, Kulturangeboten und größeren Zusammenkünften im Freien dürfen nur noch 500 Personen teilnehmen. Im Innenraum dürfen maximal 250 Personen (zuzüglich Geimpfte/Genesene) gleichzeitig sein.

  • Der Einlass in geschlossene Räume bei Zusammenkünften, Fachmessen, Veranstaltungen und Kulturangeboten ist nur für Getestete, Geimpfte oder Genesene möglich, unabhängig von der Teilnehmerzahl (auch bei mehr als 25 bis einschließlich 100 Personen).

  • Wer in eine Innengastronomie gehen möchte, braucht wieder einen Negativnachweis.

  • Auch in Spielbanken, Spielhallen und ähnlichen Einrichtungen sowie in Übernachtungsbetrieben mit Gemeinschaftseinrichtungen ist ein Negativnachweis Pflicht. Bei längeren Aufenthalten in Hotels, Hostels und Co. mit Gemeinschaftseinrichtungen muss man sich einmal pro Woche testen lassen.

Damit es nicht so weit kommt, richtet sich die Stadt an die Wiesbadener: „Die Landeshauptstadt Wiesbaden appelliert auch weiterhin an die Bürgerinnen und Bürger, umsichtig zu sein, die allgemein bekannten Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten und bestehende Impfangebote zu nutzen“, sagt Sprecher Ralf Munser.

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