Hessen schafft Maskenpflicht am Platz in Schulen ab

Neue Beschlüsse vorgestellt

Hessen schafft Maskenpflicht am Platz in Schulen ab

Wie in der vergangenen Woche angekündigt, hat das hessische Corona-Kabinett am heutigen Montag neue Corona-Regeln beschlossen. Hessen setzt die von Bund und Länder vereinbarten Lockerungen zum Großteil um. Eine Besonderheit gibt es aber: Ab Anfang März fällt die Maskenpflicht am Platz in Schulen weg. Das teilten Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am Montag mit.

So wird auch in Hessen in mehreren Schritten gelockert. Ab Dienstag (22. Februar) fällt wie angekündigt die Personenbegrenzung für Geimpfte und Genesene weg. Für Ungeimpfte bleiben die bisherigen Beschränkungen bestehen. Ebenfalls ab Dienstag ändert das Land die Testvorgaben für Schulklassen. Nach einem positiven Coronafall in einer Klasse werden die Schüler aktuell noch zwei Wochen lang täglich getestet. In Zukunft sind diese täglichen Tests nur noch eine Woche lang verpflichtend. Danach bleibt es bei drei verpflichtenden Tests pro Woche für ungeimpfte Schüler. Vollständig geimpfte oder genesene Schülerinnen und Schüler dürfen freiwillig an den Tests teilnehmen.

Lockerungen bei Veranstaltungen und im Freizeitbereich

Ab dem 4. März kommen Lockerungen bei Veranstaltungen, im Freizeitbereich und bei den körpernahen Dienstleistungen. Bei Veranstaltungen im Freien dürfen sich maximal 25.000 Menschen treffen, die Plätze dürfen zu 75 Prozent ausgelastet werden. Im Innenraum liegt die Grenze bei 6000 Besuchern und maximal 60 Prozent Auslastung. Bei Veranstaltungen bis 500 Teilnehmer gibt es keine Begrenzung. Ab zehn Teilnehmern gilt die 3G-Regel, ab 500 Teilnehmern 2G-plus.

Bei Freizeiteinrichtungen wie in Fitnessstudios, Saunen, Hallenbädern und in Freizeitparks gilt ebenfalls ab dem 4. März die 3G-Regel. Das gilt auch in der Gastronomie- und Hotelbranche sowie bei körpernahen Dienstleistungen. Clubs dürfen ab dem 4. März unter 2G-plus-Bedingungen öffnen. „Ich freue mich, dass die, die lange lange Zeit nicht aufmachen konnten, jetzt wieder ihr Geschäft betreiben können. Und ich freue mich, dass wieder viele junge Leute zum Tanzen gehen können“, so Ministerpräsident Bouffier dazu.

„Wenn man an anderen Stellen öffnet, darf man auch die Kinder in den Schulen nicht vergessen.“ - Volker Bouffier, Ministerpräsident

In den Schulen weicht Hessen von den gemeinsamen Beschlüssen von Bund und Ländern ab. „Wenn man an anderen Stellen öffnet, darf man auch die Kinder in den Schulen nicht vergessen“, sagte Bouffier. Deshalb wird ab dem 7. März die Maskenpflicht am Platz in Schulen wegfallen.

Vorgehen ab 20. März weiter unklar

Eigentlich sollte ein dritter Schritt ab dem 20. März folgen. Dafür gebe es aber bislang keine rechtliche Grundlage. „Wenn das am 19. März auslaufende Infektionsschutzgesetz auf Bundesebene nicht verlängert wird, fallen auf einen Schlag alle Regeln weg“, so Bouffier. Auf Länderebene gebe es dann keine Möglichkeit, zum Beispiel eine Maskenpflicht in Bussen und Bahnen fortzuführen. Es müsse jedoch auch weiterhin eine Möglichkeit geben, vulnerable Gruppen vor Corona-Infektionen zu schützen. „Dafür brauchen wir eine Rechtsgrundlage für Basis-Schutzmaßnahmen. Dafür kann nur der Bund sorgen“, erklärte er.

Abschließend unterstrich Bouffier: „Es ist gut, dass die Expertenkommission die Einschätzung abgibt, dass die Omikron-Welle überschritten ist und wir aufgrund der leichten Verläufe den Menschen nun auch wieder Freiheit zurückgeben können. Wir müssen aber weiterhin vorsichtig und besonnen bleiben. Die Öffnungsschritte dürfen nicht vergessen lassen, dass wir in einer Pandemie mit einem hochansteckenden Virus leben.“ Die neue hessische Corona-Verordnung gilt vorerst bis zum 19. März.

Weitere aktuelle Infos rund um die Entwicklung der Corona-Pandemie in Wiesbaden findet ihr in unserem Corona-Ticker.

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