Corona in Hessen: Mehr Beatmungsgeräte, schnellere Tests

Durch eine neue Methode sollen bald auch deutlich mehr Tests möglich sein.

Corona in Hessen: Mehr Beatmungsgeräte, schnellere Tests

Zu Bekämpfung der Corona-Pandemie stehen in Hessen 2475 neue Krankenhausbetten zur Verfügung. Insgesamt sind aktuell 12.192 Betten in hessischen Kliniken frei. Das gab Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) am Mittwoch bekannt.

Auch die Zahl der Beatmungsplätze wurde seit dem 22. März deutlich erhöht. Statt rund 1200 Betten mit Beatmung stehen jetzt fast 1900 Betten zur Verfügung. Weitere sollen bald hinzukommen, dazu hat das Land insgesamt 10 Millionen Euro investiert. Geplant ist der Kauf von 368 weiteren Geräten. Auch die Zahl der überwachten Betten ist angestiegen. Statt 860 stehen jetzt fast 1100 überwachte Intensivbetten zur Verfügung. Die Gesamtanzahl der COVID-19 Patienten in den hessischen Krankenhäusern liegt bei 772 (Stand 31. März), davon sind 175 beatmungs- und intensivüberwachungspflichtig.

„In den kommenden Wochen wird die medizinische Versorgung in Hessen absehbar stark in Anspruch genommen“, so Klose. Daher seien die bereits ergriffenen Maßnahmen, um der weiteren Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken, so wichtig. Da ein weitere Anstieg von beatmungspflichtigen Patienten in den kommenden Tagen abzusehen sei, will das Gesundheitsministerium eine Meldepflicht für Beatmungsgeräte in Hessen erlassen. Diese Meldepflicht besteht für Einrichtungen, nicht für Privathaushalte.

Mehr Tests

Um mehr Tests auf das Coronavirus zu ermöglichen, hat das Land auch die Kapazitäten für Tests deutlich erhöht. Zudem erbringt die Einführung sogenannter Pooltests, entwickelt von der Uniklinik Frankfurt, eine deutliche Kapazitätssteigerung. „Mein Dank gilt hier dem Institut Frankfurt des DRK-Blutspendediensts Baden-Württemberg-Hessen und dem Institut für Virologie der Universitätsklinik Frankfurt am Main für die sehr gute Kooperation“, sagt Klose.

Auch bei der Entwicklung eines möglichen Impfstoffes gegen das Virus gebe es in Hessen Fortschritte, so Professor Stefan Becker, Leiter des Instituts für Virologie an der Philipps-Universität Marburg. Genaue Angaben, wann der Impfstoff fertig sei, könne zwar noch nicht gemacht werden, man gehe aber davon aus, in der zweiten Jahreshälfte 2020 mit ersten Tests zu beginnen. (rk)

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