Corona: Hessen empfiehlt, alle Großveranstaltungen abzusagen

Nach neuer Risikobewertung

Corona: Hessen empfiehlt, alle Großveranstaltungen abzusagen

Die hessische Landesregierung empfiehlt, wegen des Corona-Virus’ alle Großveranstaltungen in Hessen abzusagen. Betroffen seien alle Veranstaltungen mit über 1000 Teilnehmern.

Am Montag hatte Gesundheitsminister Kai Klose von Absagen von Veranstaltungen noch abgeraten. Durch die Entscheidung der italienischen Regierung am Montagabend, Ein-und Ausreisesperren für das gesamte Staatsgebiet zu verhängen, habe sich die Situation jedoch verändert.

„Angesichts der jüngsten Entwicklungen in Italien und des aktuellen Verlaufs der SARS-CoV-2-Infektionen, lässt sich die Gefahr einer Virusübertragung bei großen Menschenansammlungen, insbesondere in geschlossenen Räumen, nicht sicher beurteilen“, so Klose. „Hessen hat deshalb heute entschieden, Veranstaltern und Gesundheitsbehörden ebenfalls die Absage solcher Veranstaltungen zu empfehlen, auch Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben dies angekündigt.“ Wenn bei einer Veranstaltung Teilnehmer aus einem der vom Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogebiet erklärten Region zu erwarten sind, sollen diese auch bei weniger als 1000 Gästen abgesagt werden.

Welche konkreten Auswirkungen die Empfehlung auf Wiesbadener Veranstaltungen haben wird, steht noch nicht genau fest. Die Messe „Fiberdays“ im RMCC wurde vergangene Woche vorsichtshalber verschoben. Die Motorradmesse IMA am kommenden Wochenende soll wie geplant stattfinden. Auch der Schlachthof Wiesbaden hatte angekündigt, dass vorerst keine Partys und Konzerte abgesagt werden. Die Stadt Wiesbaden teilte auf Anfrage mit, dass von ihr durchgeführte Veranstaltungen wie geplant durchgeführt werden. Darunter auch der Ostermarkt und die Autoausstellung WAA Ende März. Ob das ausverkaufte Zweitligaspiel des SV Wehen Wiesbaden gegen den VfB Stuttgart am Sonntag ohne Zuschauer stattfindet, steht noch nicht fest. (ts)

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