3G-Verstöße in Wiesbadener Bussen: Warum keine Bußgelder verhängt wurden

16 Fahrgäste haben sich bei einer Kontrolle nicht an die 3G-Regel in Bussen gehalten. Während nach Mainzer Kontrollen bereits Verfahren eingeleitet wurden, müssen die 16 Wiesbadener Fahrgäste nicht mit einem Bußgeld rechnen. Warum ist das so?

3G-Verstöße in Wiesbadener Bussen: Warum keine Bußgelder verhängt wurden

Am Dienstag haben Polizei und ESWE Verkehr zum ersten Mal kontrolliert, ob alle Fahrgäste in den Wiesbadener Bussen einen 3G-Nachweis dabeihaben. Die Bilanz: 16 von 360 kontrollierten Personen konnten nicht nachweisen, ob sie geimpft, genesen oder getestet sind. Sie mussten aussteigen – ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro, wie es in Hessen für Verstöße gegen die 3G-Regel im ÖPNV festgelegt wurde, verhängten die Einsatzkräfte allerdings nicht.

„Bei den ersten Kontrollen wollten wir einen kommunikativen und aufklärerischen Ansatz verfolgen und haben deshalb keine Verfahren eingeleitet“, erklärt Polizeipressesprecher Hemmes die Entscheidung. Die Kontrollierten seien alle einsichtig gewesen, was auch eine Rolle gespielt habe.

„Wenn es wirklich zu jedem durchgedrungen ist, werden wir natürlich Verfahren einleiten und Bußgelder verhängen.“ - Andreas Hemmes, Polizei

Das heiße aber nicht, dass sich das Vorgehen in Zukunft nicht ändert. „Wenn die Regel wirklich zu jedem durchgedrungen ist, werden wir natürlich Verfahren einleiten und Bußgelder verhängen“, kündigt Hemmes an.

In Mainz müssen die Fahrgäste schon zahlen

Die Wiesbadener Polizei unterscheidet sich in diesem Vorgehen offensichtlich von den Einsatzkräften auf der anderen Rheinseite. Beim landesweiten Kontrolltag am Donnerstag leitete die Mainzer Polizei bereits in sieben Fällen ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Die sieben Fahrgäste ohne 3G-Nachweis erwartet jetzt laut Landesverordnung ein Bußgeld in Höhe von 200 Euro.

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