Was die Stadt Wiesbaden zum Schutz vor der Delta-Variante unternimmt

PCR-Tests und Abwasserproben sollen frühzeitig warnen

Was die Stadt Wiesbaden zum Schutz vor der Delta-Variante unternimmt

Die Stadt Wiesbaden bereitet sich auf eine mögliche Ausbreitung der Corona-Delta-Variante vor. Das geht aus einer Pressemitteilung am Donnerstag hervor.

Wie die Stadt angibt, wurden dem Wiesbadener Gesundheitsamt in den vergangenen Monaten erste Fälle von Infektionen mit der Delta-Variante gemeldet. Um sich ein besseres Bild über die Verbreitung dieser Virus-Variante machen zu können, seien in einigen betroffenen Straßenzügen punktuell PCR-Tests für die Anwohner angeboten worden.

Weiter erklärt die Stadt, dass die Ausbreitung der Virus-Variante durch Abwasserproben frühzeitig erkannt werden könnte. Daher würden seit Mitte April die Klärwerke der ELW wöchentlich auf Vorkommen von SARS-CoV-2 getestet. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von die TU Darmstadt.

Hintergrund

Experten beobachten die Ausbreitung der Delta-Variante von SARS-CoV-2 weltweit und in anderen Ländern Europas. „Studien aus Großbritannien zeigen, dass die Infektiosität der Delta-Variante wesentlich höher ist als die der derzeit in Deutschland dominierenden Alpha-Variante“, so Professor Christoph Sarrazin vom St.-Josefs-Hospital in Wiesbaden.

Ob die Delta-Variante des Virus einen schwereren Krankheitsverlauf begünstigen könne, sei noch nicht gesichert. „Da die Infektionen aber auch bei der Delta-Variante asymptomatisch verlaufen und damit länger unentdeckt bleiben können, empfehlen wir den Wiesbadener Bürgern, nicht zu früh in Nachsicht zu verfallen und die gängigen AHA+L-Regeln nach Möglichkeit weiter zu befolgen, um sich und andere vor einer Erkrankung zu schützen“, so Sarrazin.

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