Schiersteiner Kerb erneut abgesagt

Corona-Regeln für Veranstalter nicht realisierbar

Schiersteiner Kerb erneut abgesagt

Die Schiersteiner Kerb wird auch in diesem Jahr nicht stattfinden. Das gaben die Veranstalter des Ortsrings Schierstein e.V. am Montag bekannt. Grund ist wie schon im vergangenen Jahr die Corona-Lage.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Wiesbaden liegt mittlerweile bei über 50. Aktuell wird noch entschieden, welche Einschränkungen deshalb auf die Wiesbadener zukommen werden (wir berichteten). Schon jetzt müssten die Kerb-Veranstalter unter anderem die Kontaktverfolgung gewährleisten und einen festen Verzehrbereich mit Sitz- oder Stehtischen einrichten.

Diese und mögliche neue, noch strengere Regeln, seien schwer umsetzbar, so die Kerb-Veranstalter. „Insbesondere das Thema Kontaktnachverfolgung ist für eine Kerb mit offenen Zugängen von allen Seiten nicht realisierbar“, erklären sie. Allein aus wirtschaftlicher Sicht käme es nicht in Frage, das Gelände zu umzäunen und die Teilnehmerzahl zu reduzieren. Das würde auch den „Charakter der Schiersteiner Kerb nicht widerspiegeln“.

„Insofern haben wir uns entschlossen, schweren Herzens die Kerb abzusagen bevor Verträge mit Ausstellern, Schaustellern, Bands und Lieferanten geschlossen werden“, sagen die Veranstalter. Das sei für alle Schiersteiner, Künstler und Vereine ein herber Rückschlag, insbesondere nach der Absage im letzten Jahr. „Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation und der unsicheren Entwicklung in der Zukunft war die Entscheidung aber alternativlos.“ Einen Trost gibt es aber: Am Kerb-Wochenende vom 16. bis zum 20. September wird zumindest der Schiersteiner Weinstand wie gewohnt betrieben.

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