Omikron in Wiesbaden: Wie ist die Lage in den Krankenhäusern?

Die Omikron-Variante breitet sich weiter in Deutschland aus. Wie gehen die Wiesbadener Krankenhäuser mit dieser Entwicklung um?

Omikron in Wiesbaden: Wie ist die Lage in den Krankenhäusern?

Die Omikron-Fälle steigen deutschlandweit an. In Hessen wurden laut Robert-Koch-Institut (RKI) bislang 530 Fälle nachgewiesen (Stand 30. Dezember) und damit 117 mehr als noch am Vortag – in Nordrhein-Westfalen gab es sogar 1195 neue Omikron-Fälle innerhalb eines Tages. Wie gehen die Wiesbadener Krankenhäuser mit dieser Entwicklung um?

Mehr Patienten auf normaler Infektionsstation erwartet

„Die meisten Patienten werden hoffentlich weniger schwer erkranken und daher mehr auf die normalen Infektionsstationen eingewiesen werden“, sagt Patrick Körber von den Helios HSK in Wiesbaden. Man gehe dort aber von einer Zunahme der Patientenzahlen aus, worauf man vorbereitet sei.

„Auch für die weniger schwer erkrankten Patienten gibt es in jedem Haus Szenarien, wie weitere Betten geschaffen können.“ - Patrick Körber, Helios HSK

Jede Klinik habe einen Eskalationsplan, in welchem geregelt sei, wie viele Intensivbetten auf Reserve gehalten werden. „Auch für die weniger schwer erkrankten Patienten gibt es in jedem Haus Szenarien, wie weitere Betten geschaffen und dann die nicht dringliche Versorgung geplant reduziert werden kann.“ Dadurch, dass man planbare und weniger akute Eingriffe reduziere, könne man weiteres Personal auf der Intensivstation einsetzen. Im Versorgungsgebiet finde jeden Tag eine Telefonkonferenz unter den Kliniken statt, um eventuelle Versorgungsengpässe an Intensivbetten und Normallstationsbetten ausgleichen zu können.

„Die Omikron-Entwicklung bedeutet für uns alle im JoHo, besonders wachsam und vorsichtig zu sein.“ - Susanne Schiering-Rosch, JoHo

Das St. Josefs-Hospital (JoHo) bleibt ebenfalls alarmiert, sagt Sprecherin Susanne Schiering-Rosch. „Die Omikron-Entwicklung bedeutet für uns alle im JoHo, besonders wachsam und vorsichtig zu sein und das strikte Hygienemanagement besonders sorgfältig durchzuführen als Schutz für Patient*innen und Personal.“ Noch könne man nicht genau sagen, wie sich die Patienten auf Normal- und Intensivstation aufteilen. „Wir sehen aber im Moment mehr COVID-Patient*innen in der Notaufnahme als vor den Feiertagen, was damit zu tun hat, dass viele Hausarztpraxen zwischen den Jahren geschlossen haben.“

Boosterimpfung als Hoffnung

Die Landesregierung setzt im Kampf gegen Omikron aktuell auf strengere Corona-Regeln und auf die Booster-Impfung. Daran beteilige sich auch das JoHo. „Sicher ist bisher, dass diese Variante wesentlich ansteckender ist als die Delta Variante und dass nur geboosterte Menschen über einen ausreichenden Schutz vor Infektion verfügen, daher setzen wir uns mit großem Engagement für die Boosterimpfungen ein“, sagt Schiering-Rosch. Ein JoHo-Impfteam mit mehreren Ärzten und Medizinischem Fachpersonal engagiere sich in der DKD Impfstelle. Außerdem habe man die Räume für die Impfaktionen im Medicum Bistro zur Verfügung gestellt.

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