Theatrium, Weinfest und Co fallen aus: Keine Sommerfeste 2020 in Wiesbaden

Wegen der Corona-Pandemie dürfen bis Ende August keine Großveranstaltungen stattfinden. Für Wiesbaden bedeutet das Verbot das Aus für alle Sommerfeste. Mögliche Nachholtermine für den Herbst gibt es nicht.

Theatrium, Weinfest und Co fallen aus: Keine Sommerfeste 2020 in Wiesbaden

Keine Großveranstaltungen bis Ende August: Diese Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus hatten die Ministerpräsidenten und die Bundeskanzlerin am Mittwoch beschlossen. Neben Sportveranstaltungen und Konzerten sind auch Straßenfeste und Märkte von dem Verbot betroffen. Auch Wiesbaden trifft das Verbot hart, liegen doch einige der beliebtesten Veranstaltungen des Jahres in der Zeit des Verbots.

Keine Sommerfeste

Betroffen von dem Verbot in Wiesbaden sind die großen Straßenfeste in der Innenstadt wie das Kranzplatzfest und das Wilhelmstraßenfest im Juni und die Rheingauer Weinwoche im August. Auch das Biebricher Höfefest wurde von den Veranstaltern am Donnerstag abgesagt. Weiter betroffen sind auch große Open-Air Konzerte, wie die „Olé-Party“ am 20. Juni in der Brita-Arena und die Freiluftkonzerte im Schlachthof. Auch die dritte Auflage des City-Biathlons am 16. August wäre betroffen, die Veranstalter haben sich dazu jedoch noch nicht geäußert.

Da konkrete Anweisungen jedoch noch fehlen, gibt es noch keine offizielle Absagen für die Wiesbadener Straßenfeste. „Aktuell liegt noch keine präzise Verordnung des Landes Hessen vor, die z.B. die Definition von Großveranstaltungen beschreibt“, so eine Sprecherin aus dem Dezernat von Bürgermeister Oliver Franz. Zwar sei die Planung für die Feste bereits abgeschlossen, eine kurzfristige Reaktivierung bei einer Verkürzung der Verbote sieht das Dezernat aus terminlichen Gründen aber eher als unrealistisch.

Herbstmarkt findet statt

Die Wiesbadener Feste nach August sollen in diesem Jahr aber planmäßig stattfinden. Dazu gehören das Stadtfest und Herbstmarkt im September sowie die Eröffnung der Eiszeit und des Sternschnuppenmarktes Ende November. Dass man in der Zeit die Feste aus dem Sommer nachholen kann, sei aktuell nicht angedacht: „Eventuelle Ersatzformate können nach aktueller Lage nicht verlässlich geplant werden. Es wird darauf ankommen, wie sich die Lage in den nächsten Wochen entwickelt und ob dann gegebenenfalls kurzfristig Veranstaltungsangebote entwickelt werden können“, heißt es aus dem Dezernat. (ms)

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