So könnte der Sternschnuppenmarkt 2020 stattfinden

Am Donnerstag könnte sich entscheiden, ob und wie der Sternschnuppenmarkt in diesem Jahr stattfinden könnte. Dabei stehen drei Szenarien zur Auswahl: Von der alternativlosen Absage bis hin zu einem Markt mit über 100 Ständen.

So könnte der Sternschnuppenmarkt 2020 stattfinden

So viel ist klar: Der Sternschnuppenmarkt wird in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden. Die notwendigen Planungsvorläufe können aufgrund der dynamischen Entwicklung nicht eingehalten werden. Außerdem sind Großveranstaltungen bis mindestens 31. Dezember ohnehin verboten. Nach der geltenden Rechtslage dürfen zu Veranstaltungen, die nicht als „Markt“ geplant werden maximal elf Marktbeschicker und 250 Besucher zugelassen werden. Das geht aus einer Sitzungsvorlage der Stadtverordnetenversammlung hervor. Doch wird es eine Alternative geben, und wie könnte diese aussehen?

Bürgermeister Oliver Franz (CDU) beantwortet diese Frage in der Sitzungsvorlage der Grünen-Fraktion. Demnach liegt die Entscheidung, ob und wie ein Weihnachtsmarkt stattfinden könnte, bei den Stadtverordneten. Drei mögliche Alternativen stehen im Raum.

Szenario 1: Absage

Das erste Szenario sieht eine komplette Absage des Sternschnuppenmarktes in diesem Jahr vor. Denn aufgrund der aktuellen Pandemielage und der völlig unkalkulierbaren weiteren Entwicklung des Pandemiegeschehens wird der Weihnachtsmarkt 2020 abgesagt.

Szenario 2: Größere Fläche

Das zweite Szenario sieht einen Sternschnuppenmarkt unter Berücksichtigung der aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen und entsprechender Auflagen zum Infektionsschutz vor. Darin sollen 22 gastronomische Stände auf den Luisen- und Kranzplatz verlegt werden. Die Areale werden jeweils mit einem Zaun und einer Einlasssperre versehen. Außerdem dürften 50 Warenverkaufsstände auf dem Kurhaus-Vorplatz errichtet werden. Die restlichen 62 Warenverkaufsstände und die drei Fahrgeschäfte werden mit größeren Abständen zueinander auf dem Schlossplatz aufgestellt.

Dieses Szenario wäre mit Gesamtkosten in Höhe von voraussichtlich 759.220 Euro verbunden. Den größten Posten stellen die Security-Mitarbeiter dar, die für die Einlass- und Abstandskontrolle, die Personendatenerfassung, Kontrolle der Maskenpflicht und die Nachtbewachung zuständig wären. Gleichzeitig könne man für dieses Szenario aber mit Einnahmen in Höhe von 326.540 Euro aus Standgebühren und Einfahrtsgenehmigungen rechnen.

Szenario 3: Nur 11 Stände

Wesentlich günstiger wäre das dritte Szenario. Darin würde der Weihnachtsmarkt als „Veranstaltung“ klassifiziert und würde deutlich komprimiert stattfinden. Elf Marktstände dürften errichtet werden. Man rechnet hier aber mit Beschwerden der Beschicker, da nur eine solch geringe Anzahl zugelassen werden kann.

Das Konzept sieht vor, zwischen der Marktkirche und der Kindertagesstätte eine Weihnachtspyramide aufzustellen. Auf dem Schlossplatz fänden acht Gastronomiestände und zwei Fahrgeschäfte Platz. Außerdem könnten Warenverkaufsstände aufgestellt werden. Das Areal müsste dabei mit einem Zaun und einer Einlasskontrolle versehen werden.

Die erwarteten Einnahmen aus Standgebühren und Einfahrtsgenehmigungen lägen in diesem Szenario nur bei 61.400 Euro. Dafür wären die Gesamtkosten mit 289.593 Euro ebenfalls deutlich niedriger als im zweiten Szenario.

Entscheidung schon am Donnerstag?

Eine Entscheidung darüber, ob und wie der Sternschnuppenmarkt 2020 stattfinden kann, wird schon am Donnerstag erwartet. Dann wird das Thema im Haupt- und Finanzausschluss sowie im Anschluss in der Stadtverordnetenversammlung behandelt. (nl)

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