Passanten bleiben weg: Drastischer Rückgang in Wiesbadener City

2021 bislang schwierigstes Jahr seit Beginn der Zählung

Passanten bleiben weg: Drastischer Rückgang in Wiesbadener City

Die Ladenbetreiber in der Wiesbadener Innenstadt haben in den vergangenen zwei Jahren gelitten. Durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie waren vor allem 2020 und 2021 kaum Menschen in der Innenstadt. Wie eine Analyse des Amts für Statistik und Stadtforschung zeigt, sind auch jetzt noch weniger Einkäufer in der Stadt als noch 2019.

So liefen 2019 mehr als 13,4 Millionen Menschen durch die Kirchgasse – knapp die Hälfte von ihnen (6,4 Millionen) im ersten Halbjahr. In der ersten Jahreshälfte von 2o20 waren es knapp ein Drittel weniger Passanten, 2021 sogar 58 Prozent weniger. „Dabei hatten jeweils die einzelnen Corona-Maßnahmen direkte und drastische Auswirkungen, wie sich in der Betrachtung der einzelnen Kalenderwochen zeigt“, heißt es von der Stadt.

Das erste Halbjahr 2022 lasse zwar wieder hoffen: So waren bis heute 5,4 Millionen Passanten in der Kirchgasse unterwegs. Im Vergleich zu 2019 sind das aber noch immer 16 Prozent weniger Menschen und damit auch weniger potenzielle Kunden für die Innenstadtgeschäfte.

Zwei Messpunkte in der Kirchgasse

Die Passantenfrequenz in der Wiesbadener Innenstadt wird übrigens seit 2018 gemessen. Sie gilt als Indikator für die Attraktivität und Belebung der Fußgängerzone. Gemessen wird mit einer Lasermethode an zwei Standorten: Kirchgasse Mitte und Kirchgasse Nord. Einen Messrekord gab es im Dezember 2018: In nur einem Monat liefen damals 1,4 Millionen Menschen an den Messpunkten vorbei.

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