Wiesbadener Gesundheitsamt bekommt Verstärkung

Verwaltungsstab will am Freitag über weitere Maßnahmen beraten

Wiesbadener Gesundheitsamt bekommt Verstärkung

Das Gesundheitsamt in Wiesbaden wird jetzt durch den Einsatz von 15 Bundeswehr-Soldaten verstärkt. Sie helfen bei den anfallenden Arbeiten rund um die Corona-Bekämpfung und werden dabei vor allem für die Kontaktnachverfolgung, am Corona-Info-Telefon und für die Betreuung von Quarantäne-Patienten eingesetzt.

Wie die Stadt weiter mitteilt, fallen noch immer viele Aufgaben beim Gesundheitsamt an - nicht zuletzt, weil die Infektionszahlen noch immer ständig steigen. In Wiesbaden sind laut Gesundheitsamt aktuell 801 Personen an dem Virus erkrankt, die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 200,38 (Stand: 4. November, 14:50 Uhr). Weil die Zahl der Neuinfektionen nicht abnimmt, plant nun auch der Verwaltungsstab weitere Maßnahmen zur Virus-Eindämmung.

So wollen die Verantwortlichen in einer Sitzung am Freitag noch einmal über eine ausgeweitete Maskenpflicht sprechen. Diese könnte in Wiesbaden dann an allen stark frequentierten Plätzen - auch unter freiem Himmel - in Kraft treten, etwa in der gesamten Fußgängerzone oder auf dem Bahnhofsvorplatz.

In Bezug auf die Kontaktbeschränkungen hebt die Stadt ihre eigenen kommunalen Bestimmungen ab sofort auf. Stattdessen gelten in Wiesbaden ab heute die Beschränkungen der Landesverordnung. Sie besagen, dass sich Personen im öffentlichen Raum nur alleine, mit Angehörigen des eigenen oder eines einzigen weiteren Hausstandes aufhalten dürfen. Dabei darf die Gruppengröße von zehn Personen nicht überschritten werden. Bei Begegnungen mit weiteren Personen muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.

Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften - etwa in Form von Gottesdiensten - bleiben in Wiesbaden weiterhin erlaubt. Jedoch müssen dabei Hygieneregeln und Abstand eingehalten werden. Unter diesen Bedingungen sind auch Trauerfeiern und Bestattungen weiterhin möglich. (nl)

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