Besuchsverbot in Wiesbadener Kliniken wird verlängert

Corona-Schnelltests am Eingang geplant

Besuchsverbot in Wiesbadener Kliniken wird verlängert

Das Besuchsverbot in Wiesbadener Kliniken wird bis zum 18. Oktober verlängert. Das gab die Stadt Wiesbaden am Freitagmittag bekannt. Ende August war beschlossen worden, dass das Verbot zunächst bis zum 28. September gilt. Die Regelung wurde nun vorzeitig um drei Wochen verlängert.

Zur Begründung erklärt Dr. Kaschlin Butt, Leiterin des Wiesbadener Gesundheitsamtes: „Die Fallzahlen der vergangenen Tage sind zwar recht niedrig, doch aktuell betreffen die Infektionen insbesondere junge Menschen mit keinen bis wenigen Symptomen.“ Dies habe zur Folge, dass sich im Wiesbadener Stadtgebiet durchaus unerkannte Covid-19-Fälle bewegen, die gegebenenfalls auch Angehörige in den Kliniken besuchen.

Die Kliniken stünden derzeit der Situation gegenüber, dass mit dem beginnenden Herbst mit einer besonderen Auslastung und gleichzeitigem krankheitsbedingten Ausfall von Personal zu rechnen sei. Sollte es in dieser Situation zu einem Covid-19-Ausbruch in einer Klinik kommen, könne die Versorgung der Patienten gegebenenfalls nicht mehr vollumfänglich aufrecht erhalten werden.

Weiterhin nicht von dem Besuchsverbot betroffen sind Eltern minderjähriger Kinder oder besondere Personengruppen wie Seelsorger, Betreuer, Rechtsanwälte, Notare, Standesbeamte, Bestatter und Personen, denen aufgrund anderer hoheitlicher Aufgaben Zugang gewährt werden muss. Außerdem sind Geburten von der Regelung ausgenommen.

Besondere Ereignisse, wie etwa die Überbringung schwerer Diagnosen oder Sterbeprozesse, können ebenfalls in Begleitung stattfinden. Für alle Besucher in einer Klinik gelten die Abstands- und Hygieneregeln. Außerdem soll künftig am Eingang ein Corona-Schnelltest erfolgen. Diese Tests arbeiten derzeit jedoch noch nicht zuverlässig genug. (nl)

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