Bußgelder bei Falschangaben und strengere Obergrenzen bei Feiern

Neue Corona-Regeln für Hessen stehen fest

Bußgelder bei Falschangaben und strengere Obergrenzen bei Feiern

Zu neuen Corona-Regelungen für das Land Hessen hat sich Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Abend geäußert. Die Maßnahmen sind das Ergebnis einer Besprechung zwischen den Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag. Grund für die Sitzung waren die weiterhin steigenden Corona-Infektionen deutschlandweit.

Bußgelder bei Falschangaben

Wie Bouffier am Abend mitteilte, werden in Zukunft Bußgelder in Höhe von mindestens 50 Euro fällig, wenn ein Restaurant- oder Café-Besucher in einer Gaststätte falsche Angaben zu seiner Person macht - diese Regelung gilt bundesweit. Die Daten, die seit der Wiedereröffnung der Lokale nach dem Lockdown im Frühjahr erhoben werden müssen, dienen der Kontaktnachverfolgung, sollte in einem Lokal eine Corona-Infektion unter den Gästen bekannt werden. Sie werden weiterhin für vier Wochen von den Gastronomen gespeichert und anschließend vernichtet.

Strengere Obergrenzen bei Zusammenkünften

Wie viele Besucher künftig an privaten Feiern teilnehmen dürfen, hängt davon ab, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in einer Region gemeldet wurden. Bei Feiern wie zum Beispiel Hochzeiten oder Familienfesten im öffentlichen Raum - etwa in Bürgerhäusern oder angemieteten Räumen - dürfen nur noch 50 Besucher zusammenkommen, wenn der Wert bei 35 liegt. Bei 50 Neuinfektionen pro Woche auf 100.000 Einwohner sind nur noch 25 Teilnehmer erlaubt.

Bei Feiern in der eigenen Wohnung, im eigenen Haus oder im eigenen Garten gilt diese Verordnung jedoch nicht. Stattdessen gibt es für diese Zusammenkünfte nur eine Empfehlung. Sie liegt bei 10 (bei 50 Neuinfektionen pro Woche auf 100.000 Einwohner) bis 25 Gästen (bei 35 Neuinfektionen pro Woche auf 100.000 Einwohner). Derzeit liegt der Wert in Wiesbaden bei 10,7.

Grundregeln gelten weiter

Grundregeln, wie die Maskenpflicht im ÖPNV und das Abstandsgebot bleiben weiterhin bundesweit bestehen. Das verkündete Kanzlerin Merkel schon am Vorabend. Zudem wurde über Hygiene in Schulen und Kitas gesprochen. Dort sollen künftig Cluster gebildet werden, wenn es zu einer Infektion kommt. Das bedeutet, dass beim Ausbruch an einer Schule zum Beispiel nur einzelne Klassen oder Jahrgangsstufen in Quarantäne geschickt werden. Möglich ist das jedoch nur, wenn die Schüler sich im Schulalltag aus dem Weg gehen können. (ms)

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