Hessen hält an Maskenpflicht fest

Infektionsgeschehen wird weiterhin beobachtet

Hessen hält an Maskenpflicht fest

Trotz Diskussionen in vielen Bundesländern, soll die Maskenpflicht in Hessen weiter fortgeführt werden. Das bestätigt Regierungssprecher Michael Bußer am Montag auf Nachfrage von Merkurist.

Während in Mecklenburg-Vorpommern der dortige Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) eine Debatte über ein mögliches Ende der Maskenpflicht beim Einkaufen losgetreten hat, sagt Bußer: „Hessen bleibt derzeit bei der Maskenpflicht, beobachtet dabei aber genau das Infektionsgeschehen.“

Wie lange beim Einkauf, bei Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Gastronomiebetrieben Mund und Nase noch mit einem Mundschutz, einer Alltagsmaske, oder einem Tuch bedeckt werden müssen, ist somit noch immer nicht klar. Auch bei der Einführung der Pflicht in Hessen am 27. April wurde kein mögliches Ende in Aussicht gestellt.

In einigen anderen Lebensbereichen gelten jedoch seit Montag, 6. Juli, Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Hessen:

  • Bei Veranstaltungen wie Messen oder Konzerten sowie in Theatern und Kinos wird die Fünf-Quadratmeter-Regel für Sitzplätze und die Zehn-Quadratmeter-Regel für Stehplätze aufgehoben. Grundsätzlich gilt, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden muss. Als Richtgröße sollen für jede Person drei Quadratmeter zur Verfügung stehen. Davon kann beispielsweise in Theatern und Kinos abgewichen werden, wenn ein Hygienekonzept vorliegt, das Schutzmaßnahmen wie das Tragen einer Alltagsmaske vorsieht.

  • Auch der Besuch von Sportveranstaltungen und -wettkämpfen ist unter Einhaltung der Drei-Quadratmeter-Regel und eines Hygienekonzeptes wieder möglich.

  • Die Zehn-Quadratmeter-Regel für Geschäfte wird ebenfalls aufgehoben. Der verpflichtende Mindestabstand von 1,5 Meter bleibt aber bestehen. Als Richtgröße sollen auch hier für jede Person drei Quadratmeter zur Verfügung stehen.

  • Weiterhin gilt, dass sich zwei Hausstände beziehungsweise maximal zehn Personen gemeinsam ohne Mindestabstand bei Veranstaltungen und im öffentlichen Raum aufhalten können.

  • Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, bei denen Zuschauerplätze eingenommen werden, sollen die Sitzplätze personalisiert vergeben werden, um eine Rückverfolgung im Fall einer Infektion zu ermöglichen. Das gilt nicht für Tischgesellschaften.

  • Vereins- und Versammlungsräume können wieder genutzt werden. Auch in Umkleidekabinen entfällt die Fünf-Quadratmeter-Regel. Stattdessen gelten die allgemeinen Abstandsvorgaben von 1,5 Metern.

  • Grillen und Picknicken in der Öffentlichkeit ist grundsätzlich wieder erlaubt.

  • Veranstaltungen mit mehr als 250 Besucherinnen und Besuchern müssen weiterhin vom Gesundheitsamt genehmigt werden.

  • Öffentliche Tanzveranstaltungen bleiben verboten. (ms)

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