Trotz Lockerungen: Diese Beschränkungen gelten noch immer

Seit Beginn der Corona-Krise wurden Beschränkungen immer weiter gelockert. Auch zum 15. Juli gab es neue Lockerungen, die vor allem den Handel betreffen. Doch es gibt noch immer ein paar Beschränkungen, die bestehen.

Trotz Lockerungen: Diese Beschränkungen gelten noch immer

Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht, Besuchsverbote: Das sind nur drei der zahlreichen Beschränkungen, die die Landesregierung während der Corona-Krise erlassen hat. Nun, fast vier Monate nach den ersten Beschlüssen, gibt es immer weitere Lockerungen. Da kann man schnell den Überblick über die noch geltenden Beschränkungen verlieren. Wir haben die wichtigsten zusammengefasst.

Maskenpflicht

Seit dem 27. April gilt die Maskenpflicht in Hessen. Seitdem ist eine Bedeckung von Mund und Nase in vielen öffentlichen Bereichen Pflicht. Getragen werden müssen die Masken beim Betreten von Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr und in Bahnhöfen und Flughafengebäuden. In der Gastronomie konnte die Dehoga inzwischen eine Lockerung durchsetzen, dort gilt die Pflicht nur noch für Personal. In den vergangenen Wochen kam aufgrund der stetig sinkenden Infektionszahlen immer wieder die Frage auf, ob diese Maskenpflicht in den nächsten Wochen noch weiter gelockert werde. Dazu äußerte sich die Staatskanzlei mit einem klaren „Nein“ (wir berichteten). Denn: Nach wie vor gilt die „AHA-Regel - Abstand halten, Hygieneregeln beachten und Alltagsmaske tragen“. In Wiesbaden erinnern daran inzwischen zahlreiche Plakate und Hinweisschilder an Bushaltestellen und in Eingängen zu Geschäften.

Kontaktbeschränkung

Auch wenn sich die Infektionszahlen auf einem niedrigen Niveau bewegen - die Landesregierung bittet auch weiterhin darum, die Kontakte auf das Nötigste zu beschränken. So wurde die Kontaktbeschränkung zwar am 10. Juni gelockert und bis zu zehn Menschen verschiedener Haushalte dürfen sich wieder treffen, dennoch sollten diese Kontakte laut Landesregierung auf einem Minimum reduziert werden. Eine weitere Lockerung dieser Kontaktbeschränkung wurde bisher nicht angekündigt.

Veranstaltungen

Bei Einhaltung aller Hygienemaßnahmen sind Veranstaltungen mit bis zu 250 Teilnehmern wieder ohne Genehmigung durch das Gesundheitsamt möglich. Öffentliche Großveranstaltungen wie Straßenfeste bleiben noch bis zum 31. Oktober verboten. Das begründete Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) damit, dass dort die Einhaltung aller Hygienevorschriften oft nicht möglich sei und die Erfassung aller Besucher unmöglich ist. In Einzelfällen können jedoch größere Veranstaltungen ausgerichtet werden. Als Beispiel gelten Buchmessen bei denen Besucher erfasst, Abstände gut eingehalten und Hygienemaßnahmen ergriffen werden können.

Besuche in Pflegeheimen

Besuche in Alten- und Pflegeheimen sind seit Juni wieder drei mal pro Woche möglich, wenn die Einrichtung die Einhaltung der Hygienerichtlinien garantieren kann. Dabei können sowohl Familienangehörige, als auch Freunde und Bekannte die Bewohner der Einrichtungen besuchen. Lediglich für Bewohner mit akuten Atemwegserkrankungen gilt weiterhin das Besuchsverbot. Alle Besucher müssen sich weiterhin anmelden und registrieren. Dies gilt sowohl für Wohnheime, als auch für Tagespflegeeinrichtungen, in denen bisher gar keine Besuche möglich waren.

Einlassbeschränkungen

Damit Abstandhalten in geschlossenen Räumen möglich ist, gelten in vielen Bereichen Einlassbeschränkungen. In Geschäften richtet sich die maximale Kundenzahl noch immer nach der Verkaufsfläche: Pro Kunde müssen 10 Quadratmeter Platz zur Verfügung stehen. In Restaurants und Cafés fallen Sitzplätze weg, wenn Tische zu nah beieinander stehen. Auch in Freizeiteinrichtungen werden die Besucherzahlen kontrolliert. In den Wiesbadener Schwimmbädern und im Tier- und Pflanzenpark Fasanerie ist deshalb jetzt ein E-Ticket für den Einlass notwendig. (nl)

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