So lief die Wiedereröffnung der Gastronomie in Wiesbaden

Gäste zum Teil uneinsichtiger als Wirte

So lief die Wiedereröffnung der Gastronomie in Wiesbaden

Am ersten Wochenende der Wiedereröffnung von Gaststätten gab es Wiesbaden kaum Verstöße gegen die noch geltenden Corona-Verordnungen. Das teilt Bürgermeister Oliver Franz (CDU) am Sonntag mit.

Demnach habe die Stadtpolizei nur „wenige geringfügige Verstöße“ bei ihren Kontrollen in den Wiesbadener Lokalen festgestellt. So standen in manchen Restaurants zum Beispiel Salz- und Pfefferstreuer auf den Tischen, oder es gab Unklarheiten bei der Berechnung von Innen- und Außenflächen. So kam es vor, dass in einigen Lokalen mehr Gäste empfangen wurden, als erlaubt. Außerdem haben einige Wirte nicht immer die Kontaktdaten der Gäste vor der Bestellung erfasst. Diese Maßnahme ist notwendig, um eventuelle Infektionsketten nachvollziehen zu können. Laut Stadtpolizei haben sich die Gastwirte bei festgestellten Verstößen immer einsichtig gezeigt, und die Fehler direkt behoben.

Uneinsichtiger seien hingegen einige Gäste gewesen. So habe es vor allem in den Abendstunden in einigen Lokalen in der Innenstadt Probleme gegeben. Dort haben sich laut Polizei zum Teil bis zu 80 Personen zeitgleich auf engen Flächen aufgehalten und somit gegen das Abstandsgebot von 1,50 Meter verstoßen. Stadt- und Landespolizei mussten solche Gruppen mehrmals auflösen, in einigen Fällen sogar Bußgelder verhängen. Ein zusätzliches Problem sei dabei der Verkauf von Getränken zum Mitnehmen in Plastikbechern gewesen, die zum Teil einfach auf der Straße oder auf Plätzen entsorgt wurden.

Insgesamt hat die Stadtpolizei in den letzten Wochen 8.399 Kontrollen mit Blick auf die Corona-Maßnahmen in Wiesbaden durchgeführt. Dabei wurden 527 Verstöße festgestellt, in etwa der Hälfte der Fälle wurde die Versammlungsobergrenze überschritten - nämlich 283 mal. Insgesamt wurden 430 Bußgeldverfahren eingeleitet. (mo)

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