Impftermin in der Urlaubszeit: Bekomme ich nun einen Ersatztermin?

In wenigen Wochen starten die Sommerferien, viele Urlaube sind bereits gebucht. Doch was passiert, wenn der Impftermin genau in die Urlaubszeit gelegt wird? Lässt er sich dann einfach verschieben? Das sagt das hessische Gesundheitsministerium dazu.

Impftermin in der Urlaubszeit: Bekomme ich nun einen Ersatztermin?

Das Hotel ist gebucht, die Tagesausflüge geplant, die Vorfreude auf den Urlaub ist groß. Dann meldet sich das Team der Impfdokumentation Rheinland-Pfalz mit dem lang erwarteten Termin zur Corona-Impfung. Doch dieser fällt genau in die Urlaubszeit. Ist es in einem solchen Fall möglich, einen Ersatztermin zu bekommen?

Marcus Gerngroß, stellvertretender Pressesprecher des Hessischen Innenministeriums, stellt klar: „Selbstverständlich können Impfwillige, die bereits einen Termin erhalten haben, diesen umbuchen, sollte dieser nicht wahrgenommen werden können.“ Allerdings könne lediglich die komplette Terminserie verschoben oder der Zweittermin nach hinten verlegt werden. Ein Vorziehen des zweiten Impftermins und damit ein verkürzter Impfintervall ist also nicht möglich. Denn es sei wichtig, dass die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beibehalten werden, die die Intervalle zwischen der Erst- und Zweitimpfung vorgeben. Nur so könne das Vakzin bestmöglich wirken und biete den Geimpften den bestmöglichen Schutz, sagt Gerngroß. „Ein Vorverlegen ist zudem weder aus organisatorischen noch aus logistischen Gründen umsetzbar, da die hierfür notwendigen Impfstoffdosen fehlen bzw. bereits verplant sind.“

Neuregistrierung ist nicht notwendig

Anders als in einigen anderen Bundesländern ist es in Hessen also nicht nötig, seinen Account zu löschen und sich neu zu registrieren. „Hat man sich online registriert, kann man den Termin online oder über das Callcenter umbuchen. Hat man sich über das Callcenter registriert, ist eine Änderung nur telefonisch möglich“, so Gerngroß.

Wie viele Menschen bereits ihren Impftermin verlegt haben, kann das Innenministerium nicht sagen. Da die Menschen selbst ihre Termine verlegen können, werden solche Zahlen statistisch nicht erfasst. Allerdings storniere im Schnitt jeder fünfte Hesse seinen Termin für die Corona-Schutzimpfung. Hinzu kommen die, die nicht zum Termin erscheinen, ohne diesen abzusagen - für die Impfzentren ein großer logistischer Aufwand, da die eingeplanten Impfdosen schnell anderen Impfwilligen verimpft werden müssen.

„Es ist daher sehr wichtig, dass Impftermine rechtzeitig abgesagt werden. Nur so können diese Termine zügig an andere impfberechtigte Bürgerinnen und Bürger vergeben werden, die noch auf ihre Schutzimpfung warten“, appelliert Gerngroß. Auch wer in der Arztpraxis geimpft wird, sollte den zugewiesenen Termin im Impfzentrum stornieren und die Registrierung online oder per Anruf löschen. „So kann jeder mithelfen, dass alle schnellstmöglich den Impfschutz erhalten.“

Logo