Ab Montag gilt ein generelles Besuchsverbot in Wiesbadener Kliniken

Um Ansteckungen zu vermeiden

Ab Montag gilt ein generelles Besuchsverbot in Wiesbadener Kliniken

Für die Wiesbadener Krankenhäuser gilt ab Montag wegen der Ausbreitung des Coronavirus’ ein generelles Besuchsverbot. Das teilt die Leiterin des Wiesbadener Gesundheitsamtes Dr. Kaschlin Butt am Sonntag mit. Verboten sind lediglich reine Besuche. Eltern von minderjährigen Kindern, Seelsorger, Rechtsanwälte, Notare sowie sterbebegleitende Angehörige dürfen nach wir vor in die Krankenhäuser kommen.

Dieser Schritt sei erforderlich, weil die Ansteckungsgefahr durch die Entwicklung der Infektionszahlen deutlich zunehme. „Von den Besucherinnen und Besuchern, die mittlerweile auch unerkannt mit SARS-CoV-2 infiziert sein könnten, geht eine zu vermeidende Gefahr aus“, so Butt. Die Patienten und die Mitarbeiter der Krankenhäuser müssten deshalb besser geschützt werden.

Denn in den Krankenhäusern befände sich eine hohe Anzahl von Menschen, die ohnehin zur Risikogruppe für schwerere Verläufe der Erkrankungen zählen. Das seien ältere Patienten, Menschen mit chronischen oder anderen schweren Vorerkrankungen und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Durch das Besuchsverbot will das Gesundheitsamt aber auch das nur begrenzt vorhandene Personal vor Infektionen schützen.

Bereits in der letzten Woche hatte die hessische Landesregierung Besuchsverbote für verschiedene Personengruppen ausgesprochen. So durften Menschen die Kliniken 14 Tage lang nicht als Besucher betreten, die sich in einem vom Robert Koch-Institut festgelegten Risikogebiet für Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus aufgehalten hatten. Patienten, die stationär in einem Krankenhaus untergebracht waren, durften pro Tag höchstens einen Besucher für höchstens eine Stunde empfangen. (mm)

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