Großeinsatz in Erbenheimer Shisha-Bar

Fast 80 Barbesucher evakuiert

Großeinsatz in Erbenheimer Shisha-Bar

Wegen einer erhöhten Kohlenstoffmonoxid-Konzentration in der Luft musste in der Nacht von Freitag auf Samstag eine Shisha-Bar im Wiesbadener Stadtteil Erbenheim geräumt werden. Fast 80 Gäste befanden sich zu diesem Zeitpunkt in der Bar, 35 von zeigten erhöhte Werte im Blut.

Wie die Feuerwehr am Samstag mitteilt, führte die Stadtpolizei gegen 0:40 Uhr eine Routinekontrolle in der Lokalität durch. Dabei kam den Beamten der Verdacht, dass eine Gefährdung für die Gäste vorliegen könnte und sie alarmierten die Feuerwehr und den Rettungsdienst.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war die Bar in vollem Betrieb und sehr gut besucht. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr haben beim Betreten der Räumlichkeiten sofort durch die permanent mitgeführten CO-Warngeräte eine zu hohe Gaskonzentration (mehr als 50 ppm) festgestellt und daraufhin entschieden, das Restaurant zu schließen und die Personen ins Freie zu bringen.

Da fast 80 Personen anwesend waren, forderten die Einsatzkräfte Verstärkung an und warnten die Wiesbadener Akutkliniken vor, um die Versorgung der betroffenen Gäste sicher stellen zu können. Bei allen Anwesenden wurde im Freien ein Bluttest durchgeführt, bei 35 Personen waren die Werte so hoch, dass ihnen zur medizinischen Behandlung geraten wurde. Einige von ihnen lehnten das jedoch ab. Während des Einsatzes wurden die evakuierten Personen in einem Bus untergebracht und von der Seelsorge betreut.

Hintergrund

Kohlenstoffmonoxid (CO) ist ein farbloses, geruchloses und geschmackloses Gas, das schon ab einer geringen Konzentrationen Blut, Nerven und Zellen dauerhaft und irreparabel schädigen kann. Kohlenstoffmonoxid entsteht bei jeder Verbrennung. Bereits bei einer leichten CO-Vergiftung können Kopfschmerzen, Übelkeit, gar Erbrechen die Folge sein. Je stärker die Vergiftung umso stärker die Symptome über Atemnot bis zum Tod. Das Gas kann nur durch spezielle Messgeräte nachgewiesen werden. Die Feuerwehr empfiehlt deshalb, entsprechende Apparate und Warnmelder in allen Räumen mit Gastherme zu installieren.

Bei einem Verdacht auf eine zu hohe Konzentration in der Umgebung sind laut Feuerwehr folgende Maßnahmen durchzuführen:

  • Schnellstmöglich für Frischluftzufuhr sorgen

  • Gefährdete Personen aus dem betroffenen Bereich bringen

  • Notruf 112 wählen

  • Räume nicht mehr betreten (pk)

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