Gewerkschaftsbund ist pro Citybahn

In einem Positionspapier spricht sich der Deutsche Gewerkschaftsbund für den Bau der Citybahn aus. So könne die Bahn vor allem für Pendler und die Umwelt ein großer Gewinn sein.

Gewerkschaftsbund ist pro Citybahn

Die Citybahn-Debatte sorgt aktuell für hitzige Diskussionen im Raum Wiesbaden. Nun hat sich auch der Deutsche Gewerkschaftsbund zur Citybahn geäußert und sagt: „Ja zur Citybahn – auch im Interesse der Arbeitnehmer.“ In einem Positionspapier des DGB Kreisverbands Wiesbaden Rheingau-Taunus heißt es: „Eine sozial-ökologisch ausgerichtete Verkehrswende ist in Wiesbaden notwendiger denn je.“

Pendlerströme reduzieren

Der DGB Kreisverband hält die Citybahn für einen wichtigen Schritt, um Pkw-Pendlerströme zu reduzieren. Im Positionspapier des DGB heißt es dazu: „Aus Sicht des DGB Kreisverbands gilt es in diesem Kontext das Augenmerk darauf zu richten, dass Arbeitnehmer – neben ihrer Arbeitszeit – nicht zu viel Lebenszeit zusätzlich für das Pendeln verwenden müssen.“ Hierbei ginge es auch um die Vereinbarkeit von Familienleben und Beruf. Die Citybahn könne hierzu einen wichtigen Beitrag leisten.

Durch eine Citybahn könne Pendeln für viele Arbeitnehmer komfortabler werden. Aufgrund des größeren Personenfassungsvermögens der Citybahn könne das teils überlastete Busangebot in und um Wiesbaden entlastet werden. „Da das Wiesbadener Bussystem an seiner Leistungsgrenze ist, ist der Beibehalt des Status Quo keine Option – wer gegen die Citybahn ist, muss Alternativen benennen“, so der DGB.

Umweltfreundliche Mobilität

Der DGB Kreisverband argumentiert auch auf ökologischer Ebene: Mit dem steigenden Pkw-Aufkommen in der Landeshauptstadt steige auch die Luftschadstoff- und Lärmbelästigung. „Der Kreisverband sieht in der Citybahn einen wichtigen Baustein für eine ökologisch-nachhaltige Mobilität in Wiesbaden“, so ein Auszug aus dem Positionspapier.

Um diese Ziele erreichen zu können, brauche es laut DGB ein breiter angelegtes Gesamtkonzept für das gesamte Rhein-Main-Gebiet. Man müsse zusätzlich zur Citybahn beispielsweise das Bahnnetz ausbauen und die Züge und S-Bahnen von und nach Wiesbaden höher takten. Außerdem müsse man auf die Fahrpreise der Citybahn achten. Die sollen auch für Geringverdiener erschwinglich sein. Nur so könne die Citybahn einen Beitrag zu mehr sozialer Teilhabe und Mobilität leisten. Außerdem fände die Einführung eines 365 Euro-Tickets seitens des DGB Kreisverbands vollste Unterstützung. (ts)

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