Dieser Mann will Wiesbadens Innenstadt besser machen

Mit einem City-Manager soll die Wiesbadener Innenstadt attraktiver werden. Axel Klug wird diese Aufgabe ab Februar übernehmen. Wie wird er die Sache angehen?

Dieser Mann will Wiesbadens Innenstadt besser machen

Als Kümmerer, Vermittler und Ideengeber soll er auftreten: Axel Klug startet zum 1. Februar als neuer und erster City-Manager der Stadt Wiesbaden. Sein Ziel: Die Innenstadt attraktiver, belebter und sicherer machen.

Klug war sechs Jahre lang in der Wirtschaftsförderung in Mainz tätig. Sein Spezialgebiet dort war der Einzelhandel, er stand aber auch dem Ordnungsamt nahe. Dass er von der anderen Rheinseite kommt, ist dabei kein Hindernis, sagt er. „Die beiden Städte sind nicht weit voneinander entfernt. Sie sind sich ähnlich aber haben auf gleicher Ebene doch eine ganz andere Identität“, so Klug.

„Es wird schnell zu sichtbaren Verbesserungen führen.“ - Axel Klug, City-Manager

Zu Beginn hat er sich selbst die Themen Sicherheit und Sauberkeit ganz oben auf die Agenda gesetzt. „Darauf bin ich von Anfang an fokussiert“, sagt Klug und verspricht, dass sein Einsatz „schnell zu sichtbaren Verbesserungen führen wird“. Seine Kenntnisse aus seiner vorherigen Arbeit mit den Ordnungsbehörden will er hier mit einfließen lassen.

Klug wird ab nächster Woche vor allem als Schnittstelle zwischen allen wichtigen Akteuren agieren. Er ist Ansprechpartner für Gewerbetreibende, Immobilienbesitzer und Einzelhändler. Im stetigen Austausch mit den zuständigen Behörden soll er „Dinge, Zusammenhänge und Zuständigkeiten erkennen, die Außenstehende nicht erkennen“, beschreibt Bürgermeister und Ordnungsdezernent Oliver Franz (CDU) die Aufgabe. Er wird dabei Dinge zwar nicht selbst beschließen, aber mit seinem Wissen den Entscheidern ein wichtiger Berater sein.

Den Anschluss nicht verpassen

Aber warum braucht Wiesbaden überhaupt einen City-Manager? Immerhin sei die Passantenfrequenz in der Innenstadt noch „einigermaßen gut“, wie Franz erklärt. „Aber es gilt, den Anschluss nicht zu verpassen.“ Der Internethandel hinterlasse Spuren, soll aber nicht alleine als Unheil für den Einzelhandel aufgeführt werden. Vielmehr spielten mehrere Faktoren, auch aus den Bereichen Verkehr, Digitalisierung und konjunkturelle Einflüsse mit ein.

„Ziel ist es, ein Einkaufserlebnis zu schaffen.“ - Oliver Franz (CDU), Bürgermeister

„Es geht auch um Diskussionen wie etwa die ‘Grüne Wiese’ versus Innenstädte“, erklärt Franz. „Ziel ist es, ein Einkaufserlebnis zu schaffen“, da es vielen nicht mehr um die bloße Besorgung von Waren gehe, wenn sie zum Shoppen in die Innenstadt kommen.

Klug wird dort in der kommenden Woche den Dienst aufnehmen, um sich zunächst mit allen wichtigen Akteuren aus der Wirtschaft, zuständigen Behörden und natürlich den Einzelhändlern zu vernetzen. Im März wandert er dann auch physisch in die Innenstadt und bezieht ein Büro direkt am Mauritiusplatz, von wo aus er seinen Wirkungsbereich bestens im Blick haben wird. (ms)

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