Demo-Parade, Sommerfest und Party im Schlachthof geplant

Musik und Bühnenprogramm am Schlachthof

Demo-Parade, Sommerfest und Party im Schlachthof geplant

Um ein Zeichen für die Rechte von queeren Menschen zu setzen, gehen in diesem Jahr wieder viele Wiesbadenerinnen und Wiesbadener anlässlich des Christopher Street Days (CSD) auf die Straße.

Wie die Veranstalter mitteilen, wird es am 28. Mai eine Demo-Parade durch die Innenstadt geben. Treffpunkt ist um 13:30 Uhr am Warmen Damm, los geht es dann um 14 Uhr. Die Route führt von dort über die Burgstraße, Webergasse, Langgasse und Marktstraße zum Marktplatz vor dem Rathaus. Nach einer Zwischenkundgebung vor dem Landtag wollen die Demonstrierenden schließlich um 16 Uhr am Schlachthof ankommen. Die Demonstration wird in diesem Jahr zum ersten Mal von zwei Wagen mit Musikanlagen begleitet.

Am Schlachthof wird ein Sommerfest mit Musik, Bühnenprogramm, Gastronomie, Infoständen, queerem Markt und Tombola stattfinden. Abends ab 22 Uhr geht es dann weiter mit der CSD-Party in der Halle und im Kesselhaus. Musik gibt es von Käry, Rose Nylund, Frau Laura und Laurine. Karten im Vorverkauf gibt es hier.

Kein Motto

Die Veranstalter haben sich in diesem Jahr bewusst dazu entschieden, auf ein Motto zu verzichten. „In Anbetracht der vielen aktuellen und vor allem dynamischen Themen erschien es uns nicht richtig, dem CSD einen einzelnen inhaltlichen Akzent zu geben“, heißt es dazu. Außerdem habe der Christopher Street Day bereits eine klare Botschaft: „Nämlich die LGBTQIA+ Community sichtbar und auf deren Lebenssituationen in der Gesellschaft aufmerksam zu machen.“

Denn der CSD erinnert jährlich an die Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1969. An diesem Abend lehnten sich die Gäste der Schwulenbar „Stonewall Inn“ in der New Yorker Christopher Street gewaltsam gegen Beleidigungen und willkürliche Diskriminierungen der Polizei auf. Damals genügte allein die Anwesenheit in einer Bar mit angeblich homosexuellem Publikum schon, um angeklagt oder öffentlich bloßgestellt zu werden. Es entwickelten sich Tage andauernde Aufstände und es entstand eine neue Bewegung der Emanzipation, die erstmals öffentlich für Toleranz gegenüber Homosexuellen kämpfte.

Logo