Illegale Abbieger sorgen für Ärger am Zweiten Ring

Weil einige Autofahrer ohne Umwege in den Cheruskerweg abbiegen wollen, kommt es häufig zu brenzlichen Situationen am 2. Ring. Die Stadt arbeitet an einer Lösung für das Problem.

Illegale Abbieger sorgen für Ärger am Zweiten Ring

Stop and Go von Ampel zu Ampel: So sieht in der Regel der Berufsverkehr auf dem 2. Ring in Wiesbaden aus. Kein Wunder, gehen von der Stadtautobahn doch viele wichtige Straßen ab, von denen man viele Ziele in Wiesbaden erreicht. Im Bereich des Konrad-Adenauer-Rings münden aber auch einige kleinere Wohnstraßen auf den Ring, so etwa der Cheruskerweg, kurz vor der Abzweigung zur Biebricher Allee.

Brenzlige Situationen

Diesen kann man, aus Richtung des Loreleiring kommend, bequem per Abbiegen von der rechten Spur aus erreichen. Fährt man jedoch aus entgegenkommender Richtung vom Theodor-Heuss-Ring aus wird es knifflig. Zwar gibt es auf Höhe des Cheruskerwegs eine Linksabbiegerspur, diese lenkt den Verkehr aber an der Straße vorbei zur parallel verlaufenden Steinberger Straße. Wer von Osten in den Cheruskerweg fahren möchte, ist gezwungen erst nach links in die Biebricher Allee und dann über die Rheinblickstraße sein Ziel zu erreichen.

Dass nicht alle Autofahrer diesen Umweg in Kauf nehmen wollen, hat Merkurist-Leser Reinhold bemerkt. Immer wieder war ihm aufgefallen, dass Autofahrer die Linksabbiegespur zur Steinberger Straße nutzen, um ohne Umweg in den Cheruskerweg zu kommen. Diese ist jedoch nicht dafür gedacht, wie zwei durchgezogene Linien deutlich zeigen. Dennoch werden diese Linien immer wieder überschritten, was laut Reinhold zu brenzligen Situationen führt. Denn die Abbieger kommen so dem Gegenverkehr in die Quere.

Das sagt die Stadt

Zur Lösung des Problems könnte sich Leser Reinhold vorstellen, per Fahrbahnteiler das Problem zu lösen. Ob das Wiesbadener Verkehrsdezernat diese Idee unterstützt, ist noch nicht klar. Wie ein Sprecher des Dezernats mitteilt, sei der Stadt das Problem zwar bekannt, eine konkrete Lösung aber nicht in Arbeit. Grundsätzlich sei jedoch im Rahmen der Digitalisierung des Verkehrs eine Überplanung des zweiten Rings vorgesehen. (js)

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