'Let's Dance': Wiesbadener Firma unter Manipulationsverdacht

Bei der Tanzshow „Let's Dance“ soll ein Wiesbadener Unternehmen eine Belohnung für diejenigen ausgelobt haben, die am häufigsten für eine bestimmte Kandidatin anrufen. Was ist dran an den Vorwürfen?

'Let's Dance': Wiesbadener Firma unter Manipulationsverdacht

Der Finanzdienstleister JDC Group mit Sitz in Wiesbaden steht unter Verdacht, das Voting der RTL-Tanzshow Let's Dance manipuliert zu haben. Das geht aus einem Bericht der Bild hervor.

Demnach habe die Firma eine E-Mail in ihrem Verteilernetzwerk versandt, in der die Empfänger dazu aufgerufen wurden, für die Kandidatin und ehemalige „Germany's Next Topmodel“-Kandidatin Barbara Meier zu votieren.

Ein Empfänger einer solchen E-Mail habe sich bei der Zeitung gemeldet und ihr den Inhalt zugespielt. Darin stehe geschrieben „Klingeln Sie Barbara Meier heute Abend ins Finale.“ Mit jeweils 1000 Euro sollten außerdem die Anrufer belohnt werden, die am häufigsten für die Kandidatin abgestimmt haben.

Beziehungen

Aber warum sollte ein Unternehmen Einfluss auf eine Castingshow nehmen? Wie die Bild schreibt, sei Meier Verlobter, Klemens Hallmann, Aufsichtsratsmitglied der JDC Group und außerdem Großaktionär in dem Unternehmen. Sein Anwalt teilte mit, dass sein Mandant nichts von der Aktion gewusst habe.

Auch die Kandidatin selbst äußerte sich im Anschluss: „Das geht natürlich zu weit. Ich möchte, dass die Zuschauer für uns anrufen, weil sie unsere Tänze toll fanden und nicht, weil es irgendwo eine Prämie zu gewinnen gab“, wird sie zitiert. RTL konnte keine Auffälligkeiten bei dem Voting feststellen, heißt es vonseiten des Senders.

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