Die Firma hinter der Cashback-Plattform „Smhaggle“ aus Idstein ist insolvent. Das berichtet die Bild-Zeitung. Über die App konnten Kunden durch das Hochladen von Kassenbons Geld sammeln und sich auszahlen lassen, doch genau diese Auszahlungen sind nun gestoppt.
Zuletzt hätten sich die Probleme gehäuft. Zahlreiche Verbraucher hätten auf Bewertungsplattformen berichtet, dass sie seit Monaten auf die Auszahlung ihres Guthabens warten würden. In der Folge habe die App eine ungenügende Bewertung von nur 1,1 von 5 Sternen auf Trustpilot erhalten.
Laut dem Bericht hat das Amtsgericht Wiesbaden am 2. September 2026 die vorläufige Verwaltung des Vermögens der Betreiberfirma my-valueshopping Germany GmbH angeordnet. Der Wiesbadener Rechtsanwalt Peter Theile sei zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden.
Smhaggle-Gründer Sven Reuter habe gegenüber der Bild-Zeitung eingeräumt: „Es ist mir nicht gelungen, Investoren zu gewinnen, daher habe ich vor ein paar Tagen Insolvenz angemeldet.“ Zuvor habe er Probleme stets zurückgewiesen. Vor zwei Monaten habe er die Webseite des Dienstes vom Netz genommen und dies mit einem Hackerangriff begründet. Dieser Vorfall habe ihm verdeutlicht, dass sein Geschäftsmodell keine Zukunft mehr habe. Von der Insolvenz seien bis zu 20 Mitarbeiter betroffen.
Kriegen die Nutzer noch ihr Geld?
Ob die Kunden ihr angesammeltes Guthaben noch erhalten, ist laut dem Bericht eher unwahrscheinlich. Dies hänge davon ab, wie viel Vermögen im Unternehmen noch vorhanden sei. Der Gründer habe sich dazu nicht äußern wollen.
Der vorläufige Insolvenzverwalter wird von der Bild-Zeitung mit den Worten zitiert: „Sollte ein Insolvenzverfahren eröffnet werden, könnten diese Forderungen nur zur Tabelle angemeldet werden. Die Kunden könnten dann allenfalls mit einer Quote auf ihre Ansprüche rechnen.“ Für die Betroffenen, bei denen es sich meist um zweistellige Beträge handle, könnte der Aufwand für die Anmeldung der Forderung unverhältnismäßig hoch sein.
Hunderttausende könnten betroffen sein
Wie viele Nutzer genau auf ihr Geld warten, ist unklar. Im Google Play Store verzeichne die App mehr als 500.000 Downloads, die Zahl der aktiven Nutzer sei jedoch nie veröffentlicht worden. Auch der Gründer habe dazu keine Angaben machen wollen.