Diese ÖPNV-Karten sind zum neuen Jahr teurer geworden

Der Tarifwechsel zu Neujahr brachte einige Änderungen und Ankündigungen mit sich. Hier erfahrt ihr, welche Tickets jetzt neue Preise haben und was sonst noch kommt.

Diese ÖPNV-Karten sind zum neuen Jahr teurer geworden

Zum 1. Januar 2023 hat im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) ein Tarifwechsel stattgefunden. Merkurist fasst für euch zusammen, wie sich die Ticketpreise für Bus und Bahn in Wiesbaden entwickeln und welche Neuerungen es 2023 geben wird.

Preissteigerungen

Erwachsene zahlen für eine Einzelfahrt jetzt 3,30 Euro. Das bedeutet eine Preissteigerung um 10 Cent. Für Kinder kostet die Einzelfahrt jetzt 1,90 Euro statt 1,85 Euro.

Das Kurzstreckenticket ist für alle Altersstufen je 5 Cent teurer geworden und kostet jetzt 2,05 Euro (Erwachsene) beziehungsweise 1,20 Euro (Kinder).

Auch bei der Tageskarte hat es eine Preissteigerung gegeben. Erwachsene zahlen für einen ganzen Tag ÖPNV-Nutzung jetzt 6,60 Euro statt 6,40 Euro, Kinder 3,70 Euro statt 3,55 Euro.

Um 30 Cent teurer geworden ist die Gruppentageskarte für das Tarifgebiet 6500 (Mainz und Wiesbaden). Jetzt beläuft sich der Preis auf 12,60 Euro.

Die Wochenkarte für das Tarifgebiet 6500 (Mainz und Wiesbaden) hat für Erwachsene um 20 Cent auf 26,60 Euro aufgeschlagen, für Schüler und Auszubildende mit der Kundenkarte um 10 Cent auf 21 Euro.

Eine Monatskarte für das Tarifgebiet 6500 (Mainz und Wiesbaden) kostet Erwachsene mit 90,40 Euro jetzt 50 Cent mehr. Für Schüler und Auszubildende mit der Kundenkarte kommt das Ticket nach einer Preissteigerung um ebenfalls 50 Cent jetzt auf 71,40 Euro.

Die 9-Uhr-Monatskarte und die 65-plus-Monatskarte (jetzt je 72,30 Euro) wurden ebenfalls um 50 Cent teurer.

Bei der 9-Uhr-Jahreskarte wurde der Preis für jede 12x-Abbuchung um 5 Cent erhöht auf 58,20 Euro, die 1x-Abbuchung ist 60 Cent teurer geworden und kostet jetzt 684,40 Euro.

Stabile Preise

Genauso hoch geblieben wie im vergangenen Jahr 2022 ist der Preis der Sammelkarten im 5er-Pack. Sie kosten nach wie vor einzeln 2,30 Euro, insgesamt also 11,50 Euro. Damit ist ihr Preis seit dem 1. Januar 2020 stabil.

Auch das Seniorenticket Hessen Basis (31 Euro/Monat bzw. einmalig 365 Euro), das Seniorenticket Hessen Komfort (53 Euro/Monat bzw. einmalig 625 Euro) und das Schülerticket Hessen (31 Euro monatlich bzw. 365 Euro/Jahr) kosten noch so viel wie im Vorjahr.

Der Preis für das Hessenticket ist mit 38 Euro ebenfalls stabil.

Neu eingeführt

Zum 1. Januar wurde der RMV-SparPass eingeführt. Mit ihm können Einzelfahrten, Kurzstrecken-Tickets und Tageskarten im RMV mit ca. 25 Prozent Rabatt erworben werden.

Zukünftige Flatrate-Tickets

Im Frühjahr 2023 soll als Nachfolger des 9-Euro-Tickets das Deutschlandticket kommen. Für 49 Euro im Monat kann man damit bundesweit im Nahverkehr in der zweiten Klasse fahren.

Das Schülerticket Hessen WI15 soll ab 1. August kaufbar sein. Es stellt eine Ergänzung des Schülertickets Hessen dar, die nur für Wiesbaden gilt. Wiesbadener, die zwischen 6 und 17 Jahren alt sind, zahlen für dieses Ticket nur noch 15 Euro. Haben ihre Erziehungsberechtigten Anspruch auf Sozialleistungen, senkt sich der Preis auf 10 Euro.

Mit der Kundenkarte/S (Sondermonatskarte) werden Bürger, die Grundsicherung oder Sozialhilfe erhalten (nach SGB II oder SGB XII) und mit erstem Wohnsitz in Wiesbaden gemeldet sind, einen Anspruch auf eine Reduzierung um 20 Euro haben. Das Ticket kostet derzeit 62,80 EUR und ist für Fahrten in Wiesbaden und Mainz gültig. Mit Einführung des Deutschland-Tickets könnte dieses die Grundlage für die Kundekarte/S werden, sie wäre damit deutschlandweit gültig. Eventuell werde der Preis dann noch weiter gesenkt, so Christoph Manjura und ESWE Verkehr.

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