Beim 78. Landesverbandstag des Bundes der Vertriebenen (BdV) in Wiesbaden hat Innenminister Roman Poseck die Unterstützung des Landes bekräftigt. Bei der Veranstaltung überreichte er zwei Förderbescheide mit einer Gesamtsumme von 10.630 Euro.
Ein Bescheid über 3745 Euro ist für die filmische Dokumentation und Interviews rund um die neue Dauerausstellung „Vertriebene in Hessen. Ankunft und Integration nach 1945“ im Hessenpark bestimmt. Das Projekt soll die Ausstellung digital erlebbar machen und so einem breiteren Publikum zugänglich machen. Weitere 6885 Euro fließen in ein Schülerprojekt, das sich mit dem Thema Vertreibung im Unterricht befasst und eine Exkursion beinhaltet.
Poseck würdigte das Engagement des Verbandes für das gesellschaftliche Miteinander. „Erinnerung ist kein Selbstzweck. Sie gibt Orientierung“, so der Minister. Sie zeige, wie wertvoll Freiheit und Recht seien und wie sehr ein Gemeinwesen davon lebe, dass Menschen Verantwortung füreinander übernehmen.
Jährlich 350.000 Euro für den Landesverband
Der Innenminister betonte, dass die Landesregierung auch in einer angespannten Haushaltslage an der Förderung festhalte. Seit 2024 erhält der Landesverband des BdV jährlich 350.000 Euro. Poseck dankte dem Landesvorsitzenden Siegbert Ortmann für dessen persönlichen Einsatz.
Auch der Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Andreas Hofmeister, bekräftigte die Zusammenarbeit: „Das Land Hessen und den Bund der Vertriebenen verbindet das gemeinsame Ziel, Erinnerung für das Schicksal von deutschen Heimatvertriebenen und Spätaussiedlern wachzuhalten und Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.“ Die Landesförderung sei dabei ein wichtiges Fundament.