Diese Glücksorte gibt es in Wiesbaden

Kurpark, Biebricher Schloss und Wilhelmstraße kennen sowohl die Wiesbadener als auch Touristen, die zu uns reisen. Wie viel mehr die Stadt zu bieten hat, will Bärbel Klein in ihrem Buch „Glücksorte“ zeigen.

Diese Glücksorte gibt es in Wiesbaden

Im Jahr 2010 hat Bärbel Klein ihren Blog „Farbenfreundin“ gestartet. Was als ein Modeblog begann, wurde schnell zu einem „Happyblog“, wie sie es nennt. Kurze Texte, die gute Laune machen sollen. Über Reisen, Essen, guten Wein und regionale Themen aus Wiesbaden.

„Und dann ging alles ganz schnell.“ - Bärbel Klein, Autorin und Bloggerin

Darauf wurde auch der Droste-Verlag aufmerksam, als man auf der Suche nach einem Autor für die Wiesbaden-Ausgabe der Buchreihe „Glücksorte“ war. Dort stellt ein Autor Orte seiner Stadt vor, die ihn glücklich machen. „Sie hatten mich im Internet gefunden und da ihnen die Schreibe und die Vielfalt der Beiträge gefallen hat, erhielt ich den Zuschlag“, erzählt Klein. „Und dann ging alles ganz schnell“, sagt sie und lacht. Sechs Monate Zeit gab man ihr, um das nun 168 Seiten dicke Buch zu füllen.

Glück finden in Wiesbaden

Die Ideen für die Glücksorte hatte Klein schon früh im Kopf. 80 Stück sind es am Ende geworden. Das Buch ist aber doch noch „richtig Arbeit“ geworden, wie sie sagt, denn auch die Fotos zu den Orten machte die Wiesbadenerin selbst. „Ich habe tatsächlich auch noch einige Lieblingsplätze mehr in petto. Für das Buch musste ich jedoch eine Auswahl treffen“, so Klein. Dabei sind — neben bekannten Sehenswürdigkeiten — auch echte Geheimtipps, wie lauschige Cafés und ruhige Plätzchen.

So wollte sie zum Beispiel nicht zu viele gastronomische Einrichtungen oder noch eine weitere Kirche mit aufnehmen. Es sollte eher abwechslungsreich bleiben. „Ich finde, Wiesbaden hat wirklich tolle Orte und wenn man die Stadt auch manchmal langweilig findet, so sag ich: ‘Hey, geh raus und erkunde die Umgebung!’“

So ist die Liste an weiteren potenziellen „Glücksorten“, die Klein bereits im Kopf und ihrem Notizbuch hat, bereits lang. Und obwohl ein weiteres Buch momentan nicht in Planung ist, könnten es weitere Orte in die zweite Auflage des Werks schaffen.

„Die Wiesbadener Wohngebiete sind nicht so überlaufen wie der Kurpark.“ - Bärbel Klein

Sie selbst hat auch einen ganz persönlichen Glücksort: „Mein Schrebergarten. Dort lässt sich die Kontaktsperre einigermaßen aushalten und der Garten war noch nie so gut in Schuss wie in diesem Frühjahr“, so Klein. Und die Wiesbadener, die keinen Schrebergarten ihr Eigen nennen können?

Denen empfiehlt die Autorin eine Runde durch die Wiesbadener Wohngebiete. „Die sind nicht so überfüllt wie das Rheinufer oder der Kurpark.“ Die Wohnstraßen sind tagsüber leer und man hat viel Platz. „Dabei entdecke ich immer wieder Straßenzüge, die ich bisher noch nicht gesehen hatte und das finde ich sehr abwechslungsreich.“

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