Feuerwerk beim Schiersteiner Hafenfest steht auf der Kippe

Am Montag sagte das Ordnungsamt das Abschlussfeuerwerk der Gibber Kerb ab. Grund dafür war die hohe Brandgefahr im Stadtgebiet. Ob das Feuerwerk beim Schiersteiner Hafenfest nächsten Montag stattfinden kann, wird derzeit geprüft.

Feuerwerk beim Schiersteiner Hafenfest  steht auf der Kippe

Der Montag war für viele Besucher und Schausteller der Gibber Kerb ein trauriger Tag. Zumindest für diejenigen, die sich auf das traditionelle Abschlussfeuerwerk gefreut hatten. Denn das Ordnungsamt hatte das Feuerwerk wegen der hohen Brandgefahr, die durch die Trockenheit in der Stadt entstanden war, absagen müssen (wir berichteten).

Zu hohe Brandgefahr für Feuerwerk

„Aktuell gilt Alarmstufe A, wir müssen also besonders vorsichtig sein.“ - Feuerwehr Wiesbaden

„Durch die aktuelle Lage war es nicht vertretbar, das Feuerwerk starten zu lassen“, erklärt Christoph Fink vom Wiesbadener Ordnungsamt. „Durch die Hitze der letzten Tage sind die Böden sehr trocken“, sagt er. „Dadurch kommt es schnell zu Bränden.“ Das bestätigt auch Florian Erbacher, Sprecher der Wiesbadener Feuerwehr, die das Ordnungsamt bei der Entscheidung beraten hatte: „Aktuell gilt Alarmstufe A, wir müssen also besonders vorsichtig sein.“

Alarmstufe A ist die erste von zwei Alarmstufen, die das Umweltministerium für die Forstverwaltung ausrufen kann. Soweit kommt es unter anderem, wenn der Deutsche Wetterdienst aufgrund der Hitze eine besonders hohe Waldbrandgefahr prognostiziert und die Böden besonders trocken sind. Wenn die Alarmstufe vom Umweltministerium ausgelöst wird, beginnen die Städte damit, Maßnahmen zu entwickeln, um Brände zu verhindern. Die Absage des Feuerwerks auf der Gibber Kerb gehörte ebenso dazu, wie die Schließung aller Grillplätze im Stadtwald.

Mehrere Ortstermine zur Lagebeurteilung

Das Feuerwerk abzusagen, war aber keine schnelle Entscheidung, so Fink. Dahinter steckt ein Prozess, der immer vor Festen stattfindet. Dabei werden alle Sicherheitsvorkehrungen überprüft und bei Trockenheit auch die Brandgefahr eingeschätzt. Schon vergangenen Donnerstag hätte man den Veranstalter darauf vorbereitet, dass es wegen der trockenen Böden zu Problemen kommen könnte.

Nach Ortsterminen am Donnerstag, Freitag und Montag, bei denen sich Ordnungsamt und Feuerwehr gemeinsam die Lage vor Ort angesehen hätten, habe man sich schließlich dazu entschieden, das Feuerwerk abzusagen. „Auch der Regen am Sonntag hat die Lage leider nicht verändert“, so Fink.

Lage beim Schiersteiner Hafenfest wird noch geprüft

Genau diesen Prozess durchgehen Ordnungsamt und Feuerwehr aktuell auch im Hinblick auf das Schiersteiner Hafenfest. Zum Abschluss des Fests, das am Freitag startet, soll nächsten Montag eigentlich ebenfalls ein Feuerwerk stattfinden. „Auch hier haben wir den Veranstalter schon kontaktiert“, so Fink. „Bei Ortsterminen wird sich dann herausstellen, ob das Feuerwerk stattfinden kann.“ Auch am Schiersteiner Hafen komme es sehr auf die Lage vor Ort und das Wetter in den kommenden Tagen an. Er vermutet aber, dass noch in dieser Woche eine Entscheidung gefällt wird. (js)

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