Großeinsatz in Wiesbaden: Polizei sprengt Behälter mit „Gefahrenstoff“

Sprengstoff-Experten im Einsatz

Großeinsatz in Wiesbaden: Polizei sprengt Behälter mit „Gefahrenstoff“

Die Wiesbadener Feuerwehr musste am Donnerstagnachmittag zu einem „Gefahrenstoff“-Einsatz in die Bleichstraße ausrücken (wir berichteten). In einer Apotheke wurden Veränderung an einer Flasche mit Pikrinsäure, einem „Explosivstoff“, festgestellt, der unter anderem als Raketenbrennstoff verwendet wird. Schließlich entschied sich die Polizei, den Behälter zu sprengen.

Wie die Feuerwehr mitteilt, wurde sie zunächst gegen 14:35 Uhr zu der Apotheke alarmiert. Nachdem die Flasche mit der Pikrinsäure überprüft und Veränderungen beobachtet wurden, holten die Einsatzkräfte unter andrem Rat bei einer Fachfirma der chemischen Industrie ein, wie mit dem Gefahrenstoff zu verfahren sei. Die Bleichstraße wurde inzwischen gesperrt.

Da Pikrinsäure auf Druck oder Erwärmung reagiert, wurde auch die zuständige Fachabteilung des Hessischen Landeskriminalamtes angefordert. Nachdem die Sprengstoff-Experten den Gefahrenstoff begutachtet hatten, entschieden sie sich, den Behälter mit der Pikrinsäure auf die Straße zu bringen und gesichert zu sprengen. Im Anschluss an die Sprengung sammelten die Entschärfer der Polizei die Reste der Substanz ein und entsorgten sie.

Insgesamt waren an die 70 Einsatzkräfte von Polizei, Landeskriminalamt, Feuerwehr und Rettungsdienst vor Ort.

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