Geldwäsche und Steuerhinterziehung: Durchsuchung in Wiesbaden

Über Bank in Puerto Rico

Geldwäsche und Steuerhinterziehung: Durchsuchung in Wiesbaden

Wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung im Ausland hat das Bundeskriminalamt (BKA) am Dienstag mehrere Firmen und Privatwohnungen durchsucht. Darunter auch eine Adresse in Wiesbaden.

Die Beschuldigten waren laut dem BKA Kunden bei einer Bank in Puerto Rico. Sie werden verdächtigt, mit Hilfe der Bank Offshore-Gesellschaften gegründet zu haben, um Kapitalerträge vor dem deutschen Fiskus zu verbergen und die dafür anfallenden Steuern zu hinterziehen.

Im Zuge dieser Ermittlungen fanden am Dienstag Durchsuchungen in den Wohnräumen von sechs deutschen Beschuldigten in Hessen (Wiesbaden, Frankfurt am Main, Hattersheim, Neu-Anspach, Oberursel, Schwalbach am Taunus) und Nordrhein-Westfalen (Bonn) sowie weitere Maßnahmen bei mehreren Banken im gesamten Bundesgebiet statt.

Ziel der Durchsuchungen war es, Beweismittel über nicht versteuerte Auslandseinkünfte der Beschuldigten zu erlangen und die tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse der Offshore-Gesellschaften in den Steueroasen aufzuklären. Ermittlungen gegen weitere deutsche Kunden der Bank dauern laut BKA noch an. Ausgangspunkt der Ermittlungen waren Kundendaten, die während sogenannter Finanzdatenleaks an die Öffentlichkeit gekommen waren. (js)

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