Im Südosten von Wiesbaden entsteht ein neuer Bildungsstandort. Mit einem symbolischen Spatenstich haben nun die Arbeiten für eine neue vierzügige Grundschule samt Zwei-Feld-Sporthalle in der Wettinerstraße begonnen. Das teilt die Landeshauptstadt Wiesbaden mit.
Das neue Schulgebäude wird auf dem Gelände der ehemaligen Sporthalle an der Balthasar-Neumann-/Brunhildenstraße errichtet und soll Platz für rund 400 Schüler bieten. „Mit diesem Neubau investieren wir gezielt in die Zukunft unserer Stadt und unserer Kinder. Die neue Grundschule steht für moderne Bildungsangebote, kurze Wege und eine nachhaltige Stadtentwicklung im Wiesbadener Südosten“, erklärt Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD). Auf dem südlichen Teil des Grundstücks ist zudem eine Kindertagesstätte geplant.
So soll die neue Schule aussehen
Herzstück des Entwurfs sind sogenannte Cluster-Lernbereiche. Dabei werden die 16 Klassenräume zu Einheiten zusammengefasst und durch Differenzierungs- und Teamräume sowie offene Lernzonen ergänzt. „Wir schaffen hier Räume, in denen Kinder individuell gefördert werden können, wo moderne Unterrichtsformen möglich sind, wo Lernen und Lehren Freude macht“, betont Schuldezernent Dr. Hendrik Schmehl. Im Zentrum des Gebäudes sind eine Aula und eine Mensa geplant, die täglich bis zu 360 Essen ausgeben kann.
Die Sporthalle ist vorrangig für den Schulbetrieb gedacht, kann aber auch von Vereinen genutzt werden. Eine Besonderheit ist die Gestaltung des Sporthallendachs: Es wird zu einem Schulhof umfunktioniert.
Zeitplan und Kosten des Millionen-Projekts
Das Gebäude wird in einer Kombination aus Stahlbeton und Holz-Massivelementen gebaut. Dachbegrünungen und Photovoltaikanlagen sollen für Nachhaltigkeit sorgen. Die Rohbauarbeiten sollen im Juli 2026 beginnen, die Fertigstellung ist für Dezember 2028 geplant. Die reinen Baukosten belaufen sich auf rund 29,4 Millionen Euro, das Gesamtbudget für das Projekt liegt bei 51,2 Millionen Euro. Bauherrin ist die WiBau GmbH, die das Gebäude an die Stadt Wiesbaden vermieten wird.