Mehr Vermisstenfälle in Hessen

Hinweise durch Katwarn

Mehr Vermisstenfälle in Hessen

2018 sind mehr Menschen in Hessen als vermisst gemeldet worden, als im Vorjahr. Das teilte das Landeskriminalamt (LKA) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) kurz vor dem Jahreswechsel mit.

Das LKA zählte demnach bis Weihnachten 6646 Vermisstenfälle. Im Jahr 2017 wurden mit 6484 noch rund 160 Menschen weniger vermisst. Die Hälfte der Fälle würde sich meist noch innerhalb der ersten Woche aufklären.

Bei der Suche nach den vermissten Personen würden die Ermittler auch immer häufiger zum mobilen Warn- und Informationssystem Katwarn greifen. Damit könnten mittlerweile 575.000 Menschen erreicht werden, erklärte ein Sprecher des Innenministeriums gegenüber der dpa.

In einigen Fälle seien nach einer Katwarn-Mitteilung entscheidende Hinweise eingegangen. Die Ermittler konnten mithilfe dieser Anhaltspunkte vor allem vermisste Kinder, Demenz- und psychisch kranke Menschen wiederfinden, so der Sprecher.

Katwarn wird vor allem dann eingesetzt, wenn lebensbedrohliche Lagen wie Amokläufe oder ein Terroranschlag drohen. Als vermisst gemeldete Menschen würden erst seit April dieses Jahres mithilfe des Warnsystems gesucht werden. Allerdings nur, wenn sie sich in Gefahr befinden könnten. Um die Vermissten über das System suchen zu dürfen, müssen Angehörige ihr Einverständnis geben. (ts)

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