109 Corona-Bußgelder über Ostern

Statdpolizei versiegelt Kneipen-Räumlichkeiten, Friseursalon und Finanzdienstleister-Büro

109 Corona-Bußgelder über Ostern

Die Stadtpolizei hat über die Ostertage insgesamt 109 Bußgeldverfahren eingeleitet, weil Menschen sich nicht an die Corona-Versammlungsregeln gehalten haben. Das teilt die Stadt Wiesbaden am Dienstag mit.

Demnach haben die Kräfte der Stadtpolizei von Gründonnerstag bis Ostermontag 46 Verstöße gegen das Versammlungsgesetz festgestellt. Trotzdem, so Bürgermeister und Leiter des Verwaltungsstabs Corona, Oliver Franz (CDU), falle die Bilanz der Ordnungsbehörden für das Osterwochenende „insgesamt positiv“ aus.

Neben den aufgelösten Versammlungen, die 109 Bußgeldbescheide nach sich zogen, mussten eine Kneipe, ein Friseursalon und die Räumlichkeiten eines Finanzdienstleisters versiegelt werden, weil in den Räumlichkeiten trotz des Verbotes Personen waren.

Auffallend bei den Kontrollen sei das Alter derer gewesen, die sich nicht an die Corona-Regeln gehalten hatten. „Insbesondere junge Menschen halten sich nicht an das Kontaktverbot“, so Franz. „Bei den festgestellten Verstößen waren fast alle Beteiligten unter 30 Jahre alt.“

Hintergrund

Seit dem 19. März wurden durch die Stadtpolizei 4447 Kontrollen und Beratungsgespräche durchgeführt. Dabei mussten 418 Verstöße festgestellt werden. Während zu Beginn der Kontrollen besonders die Spielplätze negativ hervorstachen, sind mittlerweile die meisten Verstöße bei den Auflagen zur Versammlungsobergrenze festzustellen. Bei 749 Spielplatzkontrollen kam es zu 89 Verstößen, bei denen insgesamt 639 Personen angetroffen wurden. Gegen die Versammlungsobergrenze gab es 167 Verstöße bei 1062 Kontrollen.

„Ich bitte weiterhin alle Bürgerinnen und Bürger und besonders auch junge Leute, sich an die Auflagen zu halten. Je disziplinierter wir jetzt alle gemeinsam sind, desto eher wird es Lockerungen geben“, appelliert der Bürgermeister an die Bevölkerung. (mm)

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